Integration - vom Ankommen bis zur Einbürgerung
Shownotes
1) Klartext zur Integration, Ahmad Mansour: https://www.fischerverlage.de/buch/ahmad-mansour-klartext-zur-integration-9783103973877
3) Fehlzeitenkatalog Integrationskurse: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Integration/Integrationskurse/Kurstraeger/Traegerrundschreiben/Anlagen/2018/traegerrundschreiben-05_20180808-anlage3.html
4) Fehlzeitenkatalog Berufssprachkurse: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Integration/Berufsbezsprachf-ESF-BAMF/BSK-Rundschreiben/2022/220701-traegerrundschreiben-13-22-anl-1.html
5) Laufende Integration zu Integrationskursen: https://www.bamf.de/SharedDocs/ProjekteReportagen/DE/Forschung/Integration/evaluation-integrationskurse.html
6) Erfolgsquote Integrationskurse: https://mediendienst-integration.de/bildung/sprache/erfolgsquote-bei-integrationskursen/
und im Übrigen: Integrationskursgeschäftsstatistik
7) Forschungsbericht Orientierungskurse: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Forschung/Forschungsberichte/fb53-evaluation-ok.html?nn=2336670
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00:00:12: Das Ausländer-Richt entwickelt sich ständig weiter.
00:00:14: Wer am Alltag mit diesen Themen arbeitet, braucht wissender Schrittheld.
00:00:18: Für die notwendige Vertiefung bietet das KBW neben Praxismalenseminaren auch Lernvideos und Netzwerkveranstaltungen wie eine jährliche Fachtagung.
00:00:26: Ob Aufenthaltsrecht Einwanderung oder Asylverfahren Mit den Weiterbildungsempfehlungen des KBF bleiben sie richtig sicher und praxisfit.
00:00:35: Die Angebote sind immer aktuell, kompakt und verständlich Willbar in Präsenz oder online.
00:00:40: Jetzt informieren und wissen stärken.
00:00:42: www.kbw.de.
00:00:45: Und jetzt viel Spaß mit dem Podcast Verwaltung wirkt, mit Stefaniton.
00:01:12: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Verwaltung wirkt.
00:01:16: Heute spreche ich mit Ahmad Mansour Psychologe, Autor und einer der bekanntesten Stimmen in der deutschen Integrationsdebatte.
00:01:24: Was bedeutet eigentlich gelungene Integration, welche Rolle Spielensprache, Arbeit, Werte und die Bereitschaft sich auf unsere Gesellschaft einzulassen?
00:01:32: Welche Erwartungen dürfen und müssen wir an zugewanderte Stellen und welche Verantwortung trägt auf der anderen Seite aber auch der Staat.
00:01:41: Wir sprechen darüber, welcher Rolle Ausländer- und Einbürgungsbehörden im Integrations-Test spielen, warum Begegnungen so wichtig sind aber auch für unsere Gesellschaft bedeutet.
00:01:56: Und wer ein bisschen Zeit mitbringt, dem empfehle ich bis zum Ende dran zu bleiben, denn im Auto greife ich die eine oder andere Aussage aus unserem Gespräch noch einmal auf, ordne sie fachlich ein und schiebe noch einen kleinen Fackenschick nach!
00:02:10: Und damit wünsche ich euch als Aber viel Freude und interessante Einblicke beim Zuhören!
00:02:22: Ja, hallo Herr Mansour.
00:02:24: Ich freu mich total und heiße sie herzlich willkommen heute zu einer neuen Folge von Verwaltung.
00:02:31: Wirkt schön dass Sie heute dabei sind und mein Gast sind.
00:02:34: Vielen herzlichen Dank Vortur.
00:02:36: ich freue mich unendlich dabei zu sein und bin sehr gespannt auf den Austausch.
00:02:42: Super denn starten wir doch direkt in den Austauch Hermann Suhr.
00:02:46: Hermann so wir sprechen ja heute über Integration zwischen Ankommen und Einbegehung.
00:02:53: Und darüber auch, welche Rolle der Staat eigentlich dabei spielt und ganz konkret tatsächlich später dann auch, welche Rolle eigentlich konkret die Ausneinerbehörde und vielleicht dann auch noch die Einbegrungsbehörden spielt.
00:03:07: Bevor wir aber über genau diese Rolle sprechen, würde ich erst einmal so ein bisschen über dieses Verständnis von dem Begriff Integration sprechen was gelungene Integration für Sie bedeutet, Herr Mansour.
00:03:25: Also ich würde gern mal von Ihnen wissen, Herr Mansoe, was verstehen Sie eigentlich unter Integration und wann ist sie Ihrer Meinung nach eigentlich gelungen?
00:03:38: Also erstmal bin ich jetzt nicht nur jemand der theoretisch über das Thema sprechen möchte, der irgendwie Bücher darüber geschrieben.
00:03:48: Sondern ich bin selber vor zwanzig Jahren als Fremder nach Deutschland gekommen und ich habe all diese Prozesse mitgemacht, durchgemacht.
00:03:59: auch nach zwanziger Jahren bin ich nicht fertig mich in dieser Gesellschaft emotional anzukommen, bestimmte Sachen verstehen.
00:04:09: Die kulturelle Unterschiede irgendwie aufzuarbeiten... das mache ich auf unglaublich viele unterschiedliche Ebenen von der Art und Weise wie ich Auto fahre, wie ich mein Nachbar begegne, wie mit meiner deutschen Frau umgehe oder welche Themen und Herausforderungen in DE gibt, wenn zwei Personen aus sehr unterschiedlicher Kulturen kommen.
00:04:33: Auch in der Erziehung meiner Tochter und vieles mehr.
00:04:37: Ich bin aber auch eine praxisorientierter Mensch, der in Schulen, Gefängnissen, aber vor allem in Willkommenklassen genau mit dieser Zielgruppe von Menschen die neu in Deutschland sind die nach Orientierung suchen, die Deutschland besser verstehen wollen.
00:04:55: Und auch da geht es darum diese Integrationsprozesse zu optimieren und Leute irgendwie emotional in Deutschland ankommen zu lassen.
00:05:09: Für mich ist Integration ein Prozess der Zeit braucht, der damit anfängt dass die Leute die Sprache lernen dass sie eine Arbeit haben.
00:05:20: Mit Arbeit meine ich nicht nur Steuerzahlen und irgendwie eine Aufgabe zu haben, sondern Arbeit ist ein Ort wo Integration am besten funktioniert, wo Leute in ihren Alltag auch in Kontakt gehen mit Menschen die länger in diese Gesellschaft sind oder Hier geboren aufgewachsen sind, da lernt man die Mentalität.
00:05:45: Die Werte dieser Gesellschaft am besten und kommt dann auch alltäglich in Kontakt mit den Menschen.
00:05:53: Dann Integration funktioniert nur über Begegnung.
00:05:56: Das ist nicht.
00:05:57: ich lese ein Buch Und dann bin ich gut integriert.
00:06:01: Sonst geht darum einfach einen Austausch und Dialog und in Begegenung Mit den Menschen in diese Gesellschaft gehen.
00:06:07: Integration bedeutet auch, dass sich das neue Land die mich aufgenommen hat aus welchen Gründen auch immer respektvoll behandle und das bedeutet, dass ich nicht kriminell werde.
00:06:20: Dass ich diese Gesellschaft nicht verachte, dass Ich die Leute nicht hasse und vor allem dass ich Nicht irgendwelche Werte hier ausleben möchte Die in massiven Widerspruch zu den Grundwerten dieser Gesellschaft stehen.
00:06:36: Und da kommt der Punkt, wo ich am meisten Streit habe mit Menschen die in diesen Integrationslandschaft unterwegs sind.
00:06:44: Ich sage Arbeit plus Sprache minus Kriminalität reicht nicht vor einer gelungenen Integration sondern ich mache noch dazu die Verinnerlichung der Grundwerte.
00:06:56: Mir geht es nicht darum dass die Leute christlich werden das sie Feierabend Bier trinken oder dass Sie Weihnachten feiern.
00:07:05: Nein, es geht mir darum dass die sexuelle Selbstbestimmung, die Meinungsfreiheit, die Gleichberechtigung der Religionen, die historischen Verantwortungsdeutschland verinnerlicht werden und alles Chance betrachtet wird.
00:07:22: Ich sage das bewusst weil in meiner Arbeit treffe ich auch viele Menschen die nach Deutschland kommen und meinten ist doch ein freies Land lassen mich so leben, wie ich möchte und meinten damit drei Frauen heiraten zu wollen oder ihre Töchter zum Beispiel vorzuschreiben welche Partner sie aussuchen darf.
00:07:47: Und all diese Ebene sind Teil der Arbeit.
00:07:51: deshalb ist es für mich gelungener Integration ein Prozess.
00:07:54: Ich will niemandem bescheinigen als gut integriert oder schlecht integrierte sondern ich versuche Orte zu schaffen, wo diese Austausch möglich um diese Leute näher an Deutschland zu bringen.
00:08:08: Ein Professor der vielleicht über dreihunderttausend Euro im Monat verdient, der einen arabischen Namen hat, der die Sprache perfekt sprecht schon Bücher geschrieben.
00:08:19: er ist für mich nicht gut integriert.
00:08:21: wenn er der Meinung ist Homosexualität ist eine Sünde laut meiner Religion und in meinen Sohn irgendwann sich an Homosexualität orientiert, dann werde ich ihn bestrafen.
00:08:36: Kann nicht sein dass es in einfacher Form als Beispiel was Integration bedeuten soll.
00:08:45: Aber wie hole ich diese Menschen ab?
00:08:47: und vielleicht auch wenn sie sagen Sie arbeiten viel an Schulen Und gehen da rein so früh wie möglich frage Ich mich einfach nur die praktische Umsetzung.
00:08:57: weil wir sind da in Schulen mittlerweile auch eine sehr heterogene Gruppe haben mit unterschiedlichen Herkunftsländern im Hintergrund, mit unterschiedlichem Sprachen.
00:09:16: Sie gehen jetzt da also rein in die Schule.
00:09:17: wie darf ich mir das praktisch vorstellen?
00:09:20: Einmal wird es ja nicht reichen an die Schule zu gehen und sag' ich mal man hat dann so ein Gast So ein Gast auftritt dort an der Schule und erzählt dann zwei Stunden zu den Werten in Deutschland.
00:09:36: Das wird ja, das wird ja an der Stelle nicht reichen.
00:09:38: Insofern können Sie einfach da nochmal bisschen ausführen.
00:09:42: Also
00:09:42: erst mal ich habe nicht den Anspruch die Integration in Deutschland alleine zu betreiben sondern ich verstehe Integration als Prozess, wo unterschiedlichen Stellen in unserer Gesellschaft miteinander zusammen auf unterschiedlicher Ebene mitwerken sollen.
00:10:05: Also ich versteh Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
00:10:09: Wenn ich in eine Schule gehe dann dient es eigentlich Menschen auf Augenruhe zu begegnen und mit ihnen ein Diskussion anzufangen, der endet ja nach drei Stunden nicht.
00:10:22: Wir gehen zweimal in eine Klasse rein mit Abstand dazwischen.
00:10:27: wir machen Fortbildung damit die Lehrer und Lehrer dann auch das Thema weiterführen.
00:10:32: Wir wollen übrigens immer dass die Lehrer- und Lehrern die Sozialarbeiter bei den Workshops dabei sind, dass sie auch erleben was vor Aussagen Werte, aber auch was für Wunsch und Bedürfnisse ihre Schüler haben.
00:10:48: Und was uns hilft ist die Tatsache dass wir nicht Lehrer sind also wir sind kein Autoritätspersonen sind.
00:10:58: Wir haben meistens Migrationshintergrund, also näher an den Kulturen die diese Menschen mitbringen.
00:11:04: und drittens mit Rollenspiele theaterbädagogischer Art arbeiten um Themen.
00:11:12: Also die Werte werden in Rollenspiele dargestellt wo dann Konflikte entsteht.
00:11:18: zum Beispiel ein Vater der sehr autorität ist uns einen Sohn niedermacht eine Mutter Die der Meinung ist, ihre Tochter darf jetzt nicht wegen der Ausbildung aussehen.
00:11:31: Wo auch da dann Kontakt kommt also all diese Themen wo wir über Grundwerte reden machen wie alltäglich theaterpädagogische Rollenspiele Und wollen jetzt nicht diese Leute beibringen, was der richtige Antwort ist.
00:11:46: Sondern wir wollen einfach Denkanstutze geben, Alternativen zeigen und vor allem zum ersten Mal – und da fängt schon das Problem – zum ersten mal jemand diese Menschen begegnet mit ihnen spricht und sagt letztendlich ist es ja der Ergebnis eines Workshops dass sind die Werte dieser Gesellschaft Und auch sie emotional vermittelt und erklärt, warum Deutschland sich sowas ausgedacht hat.
00:12:18: Warum im Grundgesetz zum Beispiel die wurde des Menschen die Gleichberechtigung usw.
00:12:24: stehen.
00:12:25: Aber... Auch wenn ich fünfmal in eine Klasse bin werde ich wahrscheinlich nicht alle erreichen können Wenn Sie danach immer in ein Vakuum gehen wo solche Themen gar nicht angesprochen werden Also zum Beispiel im Alltag der Schule mit Lehrer und Lehrerin.
00:12:47: In der Kommune, wo diese Leute leben auf augenuabigegenden Veranstaltungen machen in den sozialen Medien, wo sie mindestens fünf Stunden pro Tag sind Auf der Arbeit, wo auch Integration wie gesagt am besten funktioniert.
00:13:04: Wenn all diese Orte ihre Aufgabe nicht machen dann werde ich auch mit meiner Aufgabe nicht erfolgreich.
00:13:10: Und wir reden hier von Prävention.
00:13:12: Aber zum Präventionsgehören auch andere Aspekte,
00:13:17: z.B.,
00:13:17: ich arbeite gerade mit unterschiedlichen Leuten um eine Integrationsvereinbarung vorzuschlagen.
00:13:29: Das hat ja Österreich das hat Denmark das Frankreich wo Leute die neu zu uns kommen egal woher und mit welcher Motivation sie nach Deutschland kommt Schon beim ersten Begegnung mit einer Behörde sagen herzlich willkommen, schon dass Sie da sind für Ihre Orientierung.
00:13:46: Unterschreiben Sie bitte diese Papier und in dieser Papier gibt es dann paar Punkte wo der Staat kommuniziert was sie erwartet.
00:13:56: das passiert ja kaum.
00:13:58: Das man sagt hier.
00:14:01: Sie sind verpflichtet, die Sprache zu lernen.
00:14:04: Sie sind verzichtet, die Gesetze hier zu achten.
00:14:08: Sie ist ein Verpflichtet zur Arbeit.
00:14:10: Die Grundwerte dieser Gesellschaft zu akzeptieren und danach zu leben.
00:14:14: Und wir helfen ihnen auch das zu verstehen.
00:14:17: Dazu kommt dass wir Integration Landschaft haben wo wir in den meisten Integrationskurse gar keine Integrationsarbeit stattfindet.
00:14:27: Deutschkurse, die enorm wichtig sind.
00:14:29: Die notwendig sind.
00:14:31: aber ich lerne nicht Integration.
00:14:33: wenn ich dann die Sprache lerne und dann weiß ich dass man irgendwie in Deutschland eine eine Repräsentante Demokratie haben.
00:14:41: wir haben Parlamente Wir haben Wahl jeder vierte Jahr vom Bundestag und der Bundestag Und der Bundesrat usw.
00:14:49: Sind wichtige Informationen.
00:14:51: Die sind aber nicht wirklich anzufassen, damit die Leute mit ihren Alltag was anfangen.
00:14:56: Deshalb ist es unglaublich wichtig, dass man auch Orientierungskurse anbietet, Wertevermittlungskurse bietet wo es um diese Arbeit geht.
00:15:09: Ich habe sie jetzt in Österreich beobachtet.
00:15:11: Was gut in Österreich, wir haben ja eine Behörde, eine zentrale Behörden, die dann diese Kurse angebieten Und schon nach drei, vier Wochen sitzen die Leute da.
00:15:23: Da gibt es einen Obersetzer oder mehrere Obersetser und eine Lehrerin oder Lehrer und sie reden über Gleichberechtigung, über sexuelle Selbstbestimmung, über Radikalisierung, über Medienkompetenz, über Erziehungsmethoden – warum darf man in Deutschland seinen Sohn oder seine Tochter nicht schlagen?
00:15:44: All diese Themen, wenn man das so nah an den Menschen spricht!
00:15:48: und vor allem kommuniziert ist das am besten.
00:15:51: Und als Letzte, wenn wir all das wirklich gut verwaltet haben, gut vorgestellt haben die Leute gut begleitet dann brauchen wir auch eine Repression und Repression bedeutet diejenigen die bei uns leben wollen und sich nicht an diese Regen halten müssen Konsequenzen haben.
00:16:13: Wenn das nicht der Fall dann werden wir niemandem motivieren sich die Mühe zu machen, sich anzupassen wenn er auch in der zweiten dritten Generation ein Parallelwelt immer noch seine patriarchalische radikale Ansichten in Deutschland ungehindert weiterleben kann.
00:16:33: Sie haben jetzt super viel gesagt und ich habe so vielen direkt Nachfragen tatsächlich.
00:16:41: Bitte schön!
00:16:42: Integrationsvereinbarung ist ja tatsächlich etwas, was im Koalitionsvertrag vereinbart ist.
00:16:47: Nämlich das Erwerbslose Schutzberechtigte verpflichtet sein soll eine Integrations-Vereinbarungen zu schließen.
00:16:54: Insbesondere da steht dann insbesondere ich sage es jetzt mal sinngemäß mit dem Ziel schnell in Arbeit zu kommen.
00:17:01: So einerseits sage ich mir eine Integration Vereinbarung kann Sinn machen?
00:17:06: Kann Sinn machen einfach um von Anfang an Transparenz Transparenz zu sein, Transparens zu sein über das was ich von jemanden erwarte.
00:17:15: Transparent zu sein was vielleicht dann auch für Folgen kommen wenn diese Erwartung nicht erfüllt werden.
00:17:24: Gleichzeitig frage ich mich aber, dass Nutzen ist wenn jemand darüber informiert wird?
00:17:34: Wenn er dieses Papier unterschreibt, dann muss es ja immer noch in dem Moment emotional bei ihm angekommen sein.
00:17:43: Und ich frag mich, ob es nicht besser wäre, sag' ich mal eine gewisse Freiwilligkeit bei den Menschen zu erreichen und gleich auch so zeigen, welche Perspektiven sich dadurch eben auch ermöglichen würden, ob man's nicht so rumdenken kann?
00:17:58: Und dann frage ich mich natürlich auch wer soll so einer Integrationsvereinbarung abschließen, wer soll das nachhalten?
00:18:04: Wer soll auch wenn Verstöße dagegen... Wenn die Vereinbarung nicht eingehalten werden, welche rechtlichen Konsequenzen hat das?
00:18:11: Wer soll die dann wieder umsetzen.
00:18:13: Das führt mich auch dazu dass sie sagten Konse quenzen und man muss halt schnell auch sage ich mal wenn jemand gegen diese Gesetze verstößt Konse Quenzen walten lassen.
00:18:26: aber wie wir beide wissen sind ja Man kann ja hin schauen wo man will irgendwie gefühlt ist alles überlastet Und auch die Gerichte sind überlastet, die Staatsanwaltschaften sind über lastet.
00:18:39: Ganz ganz viel funktioniert über eine Einstellung von Verfahren weil man es einfach nicht mehr schafft wirklich im Einzelfall die Fälle tatsächlich abzuurteilen.
00:18:51: also da frage ich dann halt nach den Ressourcen.
00:18:56: Also es ist halt Theorie, es müssen Konsequenzen folgen.
00:18:58: Aber ein Punkt noch ja man so und zwar Integrationskurs interessiert mich auch und da sagten sie das ist nur Sprache aber sehe ich halt anders.
00:19:08: also erstens integrationskuss hat ja auch Orientierungseinheiten momentan einhundert Unterrichtseinheiten Orientierungen wo eben auch Wissen zur Geschichte Demokratie und Werte vermittelt werden, theoretisch sage ich jetzt mal.
00:19:23: Und gleichzeitig – und ich meine auch das haben Sie in einem Buch geschrieben oder ich kann es ja auch gleich – Sie haben da geschrieben, Moment!
00:19:32: Integrationskurse sind der erste Zugang Menschen zur Mehrheitsgesellschaft und dort kommen sie halt in Kontakt.
00:19:40: also es ist ja….
00:19:41: Dort findet ja auch Begegnung und Austausch statt.
00:19:43: deswegen ich da die Integrationskurs und deren Bedeutung vielleicht an der Stelle schon nochmal erwähnen würde wollen.
00:19:50: So, jetzt bin ich fertig!
00:19:58: wiedergeben, fangen wir an mit der Integrationsbeeinbarung.
00:20:02: Das ist erstmal eine symbolische Akt.
00:20:05: Natürlich werden diese symbolischen Akten nicht alle erreichen aber wenn ich in Schulen bin und wenn ich dann Migranten treffe oder Geflüchteter treffe die mir sagen sag uns endlich was ihr von uns erwartet oder wie gesagt Leute die komplett überzeugt auch nach drei Jahre nach fünf nach sieben Jahren in Deutschland es gehört zu ihren Freiheit dass Sie andere Menschen in ihren Freiheit einschränken, indem sie der Meinung sind.
00:20:33: Ich will jetzt irgendwie meine Tochter verbieten Minirock zu tragen oder ich möchte nicht dass mein Sohn mit einem Deutschen zusammen ist und Freunde hat und vieles mehr.
00:20:48: Und wenn wir nicht einmal kommunizieren, was wir erwarten dann wird es nicht passiert.
00:20:53: Rechtsstaat lebt von ihrer Autorität, lebt vom den Konsequenzen.
00:20:58: Lebt davon das die Leute verstehen, was die Möglichkeiten gibt und was natürlich auch die Konseqenzen... sind, wenn man sich nicht daran hält.
00:21:09: Und ich lasse das nicht gelten, dass wir keine Ressourcen haben.
00:21:13: Schon im Jahr zweitausendfünfzehn haben wir eine Diskussion über sie erinnern sich Ubergrenze Und diese Diskussion wurde verteufelt von Leuten, die der Meinung sind.
00:21:24: Wir mussten alle aufnehmen ohne uns zu fragen ob wir überhaupt diesen Menschen erreichen können?
00:21:30: Ob wir genug Integrationskurse anbieten konnten?
00:21:33: Ob wie in Wohnorte anbinden konnten?
00:21:35: Psychologen, Therapien, Ärzte, Besucher und vieles mehr.
00:21:40: Und wir haben es ignoriert und jetzt verstehen oh da haben wir nicht genügend Ressourcen um diese Leute zu erreichen.
00:21:46: das geht so nicht.
00:21:48: Ich hoffe, dass Finanzamt in Berlin auch irgendwann sagt ich habe keine Ressourcen um ihre Steuer irgendwie zu treiben.
00:21:57: Das gibt es aber nicht weil das ist enorm wichtig, dass der Rechtsstaat das was ihr zusteht auch von dem Bürger holt und in diesem Fall muss diese ressourcen da sein um diese Arbeit auch so machen Auch wenn sie nur symbolisch ist und auch Konsequenzen zu ziehen, dann wir reden hier vor allem mit Menschen die aus autoritären Staaten gekommen sind.
00:22:22: Ich arbeite ja bei der Polizei in Berlin zum Beispiel und da gibt es eine interkulturelle Kompetenz.
00:22:28: und dann gibt es die Frage warum wird die Polizei nicht ernst genommen von den Leuten?
00:22:34: Weil diese Leute anders gewohnt sind an sehr autoritärer Polizei.
00:22:43: Und dann kommt sie demokratischer Polizei hier in Deutschland, wo ich sehr stolz bin, in einem Land zu leben, wo die Polizei demokratisch agiert und dass die Bürgerinnen und Bürgern auch Rechte haben bei der Begegnung.
00:22:57: Aber die Polizei braucht auch Konsequenzen damit sie auch ernst genommen werden – die Verwaltung genauso oder der Recht statt, genauso.
00:23:08: Tun wir das nicht?
00:23:10: Weil wir keine Ressourcen haben, dann haben wir ein Problem!
00:23:13: Ich weiß auch dass Herr PMI nicht so begeistert von der Integrationsbeeinbarung ist weil sie sich gerne mit anders beschäftigen wollen.
00:23:21: aber neben die Migrationswende brauchen wir eine Integrationswende damit das gut funktioniert.
00:23:28: und jetzt zu den Orientierungskurse.
00:23:30: ich habe Sie sehr oft besucht obwohl ich hier ein Studium abgeschlossen habe, auch diesen Einbürgerungtest gemacht.
00:23:40: In meinen Freundeskreis ehemaliger viele Ausländer die sich eingebürgert haben hat man die dreihundert Fragen auswendig gelernt und dann die Prüfung bestanden.
00:23:51: das hat die Leute nichts vermittelt.
00:23:53: in meinem Fall habe ich irgendwelche Fragen geantwortet die ich entweder kannte oder eigentlich keine Mehrwert vor mich haben weil ich so sehr lange in diesem Land lebe.
00:24:04: Ich habe das im Jahr die Jahre im Jahr im Jahr war, ich war schon irgendwie zwölf Jahre in dem Land.
00:24:09: Aber ich hab Orientierungskurse wo man viel mehr über Mülltrennung gesprochen hat als wirklich Übergleichberechtigung zwischen Mann und Frau.
00:24:19: Das heißt die Qualität dieser Kurse sind nicht immer gut.
00:24:25: Sie sind sehr belehrend.
00:24:26: Da geht es um Texte, da geht's um irgendwelche Passagen die man wieder gibt aber es geht nicht um den Dialog, es geht nur um den Austausch.
00:24:35: Es geht nicht darum einfach die Leute zuzuhören.
00:24:39: Warum haben sie?
00:24:40: Also wissen Sie in meiner Arbeit und jetzt möchte ich kurz Psychologe werden merke ich dass die meisten Leute die zu uns kommen nicht bürsartiger Menschen sind.
00:24:49: Das sind nicht.
00:24:49: Leute kommen und sagen, jetzt will ich diese Gesellschaft unterwandern.
00:24:53: Und meine Werte will ich leben!
00:24:54: Und alle andere Werte, will ich jetzt verachten?
00:24:57: Nein das sind meistens Leute die sehr neugierig nach Deutschland kommen aber in diesen Prozesse des Ankommens irgendwann Identität Verlustängste entwickeln weil sie sehen dass die Sachen hier anders funktionieren.
00:25:13: Und diese anders funktionieren, wird meistens als eine Gefahr betrachtet.
00:25:19: Eine Gefahr für mich und meine Tochter.
00:25:21: Stellen Sie sich vor ich bin jetzt als Araber in Deutschland.
00:25:25: Ich arbeite, ich bezahle Steuer.
00:25:28: Ich gehe jeden Abend irgendwie schicher rauchen im Sonnenalli in Berlin... ...und habe mit dieser Gesellschaft gar nichts zu tun!
00:25:36: Ich heirate einer arabischen Frau, wir kriegen eine Tochter.. ..und irgendwann kommt der Nachbars zu mir und sagt Du musst aufpassen, deine Tochter zieht zu kurzer Kleidung.
00:25:47: Das ist nicht gut und unislamisch!
00:25:50: Und wenn ich in diese kollektive Gesellschaft bin und eigentlich dazu gehören möchte dann werde ich meine Tochter ab jetzt ein paar Bieten Kurzerkleidungen tragen.
00:26:00: Dann werde ich davor aufpassen dass sie nicht zu deutsch wert, die Grundwerte bei ihr nicht ankommen.
00:26:07: Und das meinte ich, und wenn wir nicht darüber intensiver sprechen in der Orientierungskurse.
00:26:13: Wenn wir das nicht an den Zustände die diese Menschen haben – an ihre Gefühle, an ihre Emotionen, an ihren Fragen orientieren – dann haben wir noch einen Kurs angeboten, der super viel Geld gekostet hat.
00:26:27: Obbrigens da können wir sehr viel Geld.
00:26:30: sparen, wenn wir die Qualität einfach auch sichern in solche Kurze und wissen welche Anbieter gute Arbeit machen.
00:26:38: Welche Anbiete schlechter Arbeit machen?
00:26:40: Und dann haben wir viel bessere Möglichkeiten.
00:26:44: was mich schockiert zum Beispiel das muss man auch Zuhörer und Zuhornern auch wissen ist die Tatsache dass wir über fünfhundert Millionen Euro glaube ich für Integrationskurse anbieten und die Erfolgsquote sehr schlecht ist.
00:26:59: Und dann erfährt man so nebenbei, dass die Leute einfach abwesend sein dürfen.
00:27:06: Warum?
00:27:07: Darf meine Tochter ihre Schulzeit nicht in der Schule sein?
00:27:13: Dürfen sie ihre Arbeitszeit nicht auf Arbeit sein wenn der Staat sowas finanziert und dann kommt irgendjemand ich weiß nicht wer auf die Idee kam zu sagen naja Du kannst einfach so Hause bleiben.
00:27:27: Dann wird das nicht ernst zu nehmen, dann werkt es nicht gut.
00:27:32: und dann frage ich mich als Steuerzahler geht es auch ein bisschen anders damit die Gelder oder mit den Geldern die ich bezahle auch irgendwie verantwortungsvoller umgegangen werden?
00:27:53: Zu den dreißig Prozent müsste ich direkt nochmal einen Faktencheck im Nachgang der Aufnahme tatsächlich machen, das ist mir jetzt tatsächlich neu.
00:28:03: Und dadurch dass ich dem Podcast nicht im Rahmen meiner Haupttätigkeit mache will ich mich da auch gar nichts zu sehr aus dem Fenster lehnen.
00:28:10: aber ich glaube verraten kann man ja, dass man ja über Jahre schon an der Form der Integrationskurse arbeitet und da ja auch immer wieder die Experten und Experten der Bewertungskommission zusammensitzen.
00:28:25: Und man darf, dass sich in dem Bereich der Integrationskurse dann noch mal ein Stück weit was ändert.
00:28:32: Gerade was eben diese ganzen Orientierungseinheiten anbelangt ist es halt, ist es denke ich auf jeden Fall notwendig nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln sondern tatsächlich direkt mit den Menschen im Kurs ins Gespräch miteinander zu kommen.
00:28:52: Ich glaube... Eine Sache,
00:28:53: eine Sache bitte!
00:28:54: Es ist mir wichtig zu sagen wir reden jetzt über Sachen die vielleicht nicht gut laufen.
00:28:59: aber man muss auch zugeben das es großartig in einem Land zu sein die so viel Energieressourcen Geld investiert um Menschen in der Integration zu helfen.
00:29:13: ich kam ja als Student nach Deutschland.
00:29:17: Ich habe den Rechtsstaat nicht eine Sekunde begegnet, eigentlich nur in der Ausländerbehörde.
00:29:23: Aber ansonsten musste ich mein Deutschkurs also alleine bezahlen.
00:29:29: Ich müsste da vorsorgen, eine Wohnung zu finden mit meinem Geld irgendwie klarzukommen.
00:29:35: Wenn nicht dann arbeiten zu gehen und ich habe das alle selber gemacht.
00:29:39: und dass wir heute vor allem bei Leuten die gezwungen werden ihre Heimatländer zu verlassen nach Europa zu kommen solche großartige Angebote haben Die will ich nicht verteufeln!
00:29:50: Ich will sie nur besser machen und ich will das ganze Effizienzer getrachten.
00:29:54: es gibt noch einen Punkt der glaube ich sehr wichtig auch gerne im Faktencheck noch mal prüfen, ist die Analphabetisierung Kurs.
00:30:03: Das ist großartig dass wir Leute helfen irgendwie ein Zugang zu Sprache zum Schreiben zu bekommen.
00:30:13: aber diese Kurse sind ineffizient.
00:30:15: Die meisten Leute schaffen das nicht, sie schaffen nicht den Basis daraus.
00:30:19: also auch da muss man sich fragen Vielleicht funktioniert es so nicht, vielleicht müssen wir andere Wege gehen.
00:30:26: Aber diese respektvolle Umgang mit Steuergelder und immer diesen Drang zu haben ich will besser werden, ich will mich prüfen Ich will schauen was gut funktioniert und was nicht funktioniert ist glaube ich Teil einer demokratischen miteinander die wir brauchen.
00:30:44: auch im Bereich Integration.
00:30:47: Ja wobei Herr Manzoa Sie haben recht, da hat sich in den Jahren einiges getan.
00:30:56: Wenn ich mich recht entsinne gibt es die Integrationskurse allerdings schon seit zwei tausend fünf.
00:31:02: Die haben nämlich zwanzig Jahre Jubiläum jetzt erst gefeiert wenn nicht mal feiern nennen darf.
00:31:08: genau und insofern gibt's diese Angebote relativ lange.
00:31:13: aber Ein bisschen finde ich, ist es also Sie sagen ja finde auch gut.
00:31:20: Ja wir machen einiges um Integrationsangebote zu schaffen.
00:31:28: allerdings und vielleicht geben sie mir da auch recht und ich glaube das hatten so am Anfang schon erwähnt haben wir eigentlich viel zu lange über das Thema Migration gesprochen und das Thema Integration total vernachlässigt.
00:31:41: Abschuldig!
00:31:42: Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, in der ich in einer Ausländerbehörde damals angefangen habe, es war genau die Zeit, an dem eben ganz viele Menschen aus Syrien kamen um hier Schutz zu suchen und die Auslängerbehörden hat halt fünfzehn Leute gehabt und es war ein wahnsinniger Ansturm überhaupt nicht hinterher und ich weiß noch wie mein Kollege ständig am Telefon hing, um irgendwelche Fragen von Anwälten zu beantworten.
00:32:09: Und er sagte dann halt ja.
00:32:11: also Frau Merkel hat gesagt wir schaffen das aber sie hat nicht gesagt Wie?
00:32:17: Wir wissen einfach nicht wie wir die Menschen abholen sollen, wie sie bedienen sollen was wir ihnen anbieten sollen und man war da halt lange, lange einfach nur damit beschäftigt in Anführungsstriche die Menschen irgendwie nur zu verarzen.
00:32:29: Da hat man eigentlich gar nicht so großartig dran an andere Dinge gedacht.
00:32:35: und ja ich glaube es ist immer noch so dass wenn wir uns auch die ganzen Debatten angucken Es wird immer nur darüber gesprochen wie Migrationszahlen sind wen wir wollen und wen wir nicht wollen aber es wird eben auch überhaupt dieses Thema Integration extrem vernachlässigt.
00:32:55: und bei dem Thema Integration sehen wir es eigentlich auch.
00:33:02: Ich bin bei Ihnen, dass man gucken muss welche Angebote bietet der Staat?
00:33:07: Und wo können die besser werden?
00:33:09: Wo können die effizienter werden?
00:33:10: Wohin kann die qualitativ hochwertiger werden?
00:33:16: Dinge zu vermeiden, dass wie Sie schon sagen, das dann eben große Anwesenheiten da sind oder auch dieses Phänomen.
00:33:22: Ich lerne jetzt die dreihundert Fragen auswendig so und die kommen im Prinzip nicht zu den Kursen.
00:33:27: Diese Probleme sind durchaus da.
00:33:30: Die kann man angehen.
00:33:32: und dennoch zagt ja auch der Staat zeigt gerade ein Symbol meines Erachtens nach in dem er Gelder kürzt im Rahmen von Integration.
00:33:40: Da gibt es überall Kürzung.
00:33:42: also sowohl vom Bund gibt's Kürzungen alle möglichen Angebote, die der Bund im Rahmen von Integration bereithält werden aktuell extrem runtergekürzt.
00:33:53: Und ich sage mal Kommunen und Länder sagen eh immer sie haben keine Gelder.
00:33:59: also wo sollen Maßnahmen für Integration herkommen?
00:34:02: Also ich meine klar wir sind auch als Zivilgesellschaft damit verantwortlich.
00:34:06: ja also wir tragen da mit bei Wir kosten kein Geld.
00:34:09: wir können Integration glaube ich gut beeinflussen indem wir einfach versuchen uns Menschen zu öffnen.
00:34:16: Es fängt einfach schon beim guten Morgen an, wenn man jemand auf der Straße sieht das betrifft ja auch im ganzen also betriffte irgendwie jeden.
00:34:23: aber ich will damit sagen sie sagen ist es toll was Deutschland macht grundsätzlich für Integration.
00:34:31: Aber ich glaube es war lange Zeit waren Angebote da aber eigentlich nicht ausreichend Für die Menschen die hierher kamen als einfach sehr viele menschen waren und Frage mich auch, ob es wirklich erkannt wird dass Integration immer mehr eigentlich im Vordergrund jetzt stehen müsste.
00:34:51: Wenn ich sehe wie viele Gelder in dem Bereich immer mehr gekürzt werden?
00:34:57: Also erst mal finde ich und dazu habe ich mich auch geausert genau wie ihre Kollegen Wie schaffen?
00:35:04: das war ja als Motivation gedacht aber die Frage wie wir das schaffen wollen gab es nicht.
00:35:14: Und auch und jetzt wird es politisch, ob wir das schaffen wollen.
00:35:19: Wir wurden ja nicht gefragt, ob das in Ordnung ist so viele Leute aufzunehmen?
00:35:24: Die Konsequenzen wären heute in den Wahlen und in vielen unterschiedlichen Aspekte unseren Alltag.
00:35:35: Natürlich in einer Utopie bin ich absolut davon Geld zu investieren, vor guter Integration.
00:35:45: Dass Gelder nicht gekurzt werden, dass zum Beispiel die Ukraine, die zu uns gekommen sind auch die Möglichkeit diese Integrationskurse zu machen was glaube ich mittlerweile nicht der Fall ist und vieles mehr.
00:35:57: aber wir leben nicht in einer Utopie.
00:35:58: Wir leben in eine Krise Eine Wirtschaftskrise.
00:36:04: Die Gelder werden überall gekurzt und das gefällt mir überhaupt nicht, vor allem wenn es darum geht zum Beispiel Schule und Bildung besser zu gestalten.
00:36:14: Und jetzt müssen wir damit klarkommen.
00:36:16: Es kann nicht sein dass auf jeder Frage der Kurzung immer mit Empörung reagiert wird sondern wir mussten vielleicht auch lernen als Gesellschaft mit wenig Geld klarzukommen.
00:36:29: Und deshalb finde ich, dass diese Hausaufgaben von innen, bevor man sagt, ich brauche noch zweihundert Millionen Euro.
00:36:36: Einfach zu schauen okay wo können wir Geld sparen?
00:36:39: Wie können die Prozesse effizienter machen?
00:36:42: Wo können wir vielleicht unnutwindiges Geld irgendwie sparen und vieles mehr?
00:36:49: Ich bin mir sicher das sind ja Strukturen, die gewachsen sind über die Jahre die man nicht infrage stellen will, aber jeder Firma in der freier Wirtschaft von klein bis groß stellt diese Frage heute und schaut wo kann ich sparen?
00:37:07: Wo kann ich effizienter werden.
00:37:09: Wo kann Ich meine Arbeit noch besser machen?
00:37:13: mit wenig Geld Und das erwarte ich auch von den Integrations Träger und vieles mehr.
00:37:20: Aber wie gesagt, ich will jetzt nicht sagen, ich freue mich dass das Geld gekurzt ist.
00:37:25: Wie gesagt in einer Utobie wäre das Geld da?
00:37:27: Ist es aber nicht der Fall.
00:37:28: nirgendwo ist das der Fall.
00:37:32: Wir haben ja auch ganz viele Sachen wo wir jetzt digitale Verfahren einsetzen.
00:37:37: Digitalität um Ressourcen zu beschornen Um Dinge zu beschleunigen Personal teilweise eben auch, sag ich mal zu entlasten.
00:37:49: Hat ja auch durchaus seine Berechtigung.
00:37:52: aber wie stehen Sie zu diesem Thema wenn wir beispielsweise... Wir haben ja gerade von Integrationskursen gesprochen und da kann man glaube wird ist ja das Thema nicht weg zu den Digitalisierungs.
00:38:06: Das heißt, es werden wahrscheinlich eben auch irgendwann Unterrichtseinheiten teilweise wird's ja auch schon so gemacht im digital angeboten dann eben auch aber mit dem Ziel sag ich mal einzusparen.
00:38:19: vielleicht und da frage ich mich okay können digitale Kurse die ja letztendlich wieder Begegnungen sage ich mal nicht realisieren können und wie kann auch über digitale Angebote Wertevermittlung tatsächlich erfolgen.
00:38:39: Das Gleiche gilt eigentlich auch für die Digitalisierung der Behörden, über die Behörde und die Funktion kommen wir gleich nochmal zu.
00:38:46: aber auch da es gibt jetzt schon so viele digitalisierte Behördien, da mag das gut weniger gut funktionieren, aber eben alles auch ein bisschen um persönliche Vorsprachen zu reduzieren.
00:38:58: und da frage ich mich immer... Wie wirkt sich das eigentlich auf so Integrationsprozesse aus, dieses Thema Digitalisierung?
00:39:06: Also ich sage jetzt erstmal nicht als Integrationsexperte sondern als Bürger.
00:39:11: Ich will nicht für jeder Kleinigkeit irgendwie vor ein Beamter sitzen um einen neuen Ausweis, einen neuen Reisepass und vieles mehr.
00:39:24: Alles was digital geht soll digital sein Die zwei Staatsbürgerschaften, die israelische und die deutsche.
00:39:35: Und für die Deutsche muss ich irgendwie zweimal anwesend sein beim Beauftragen, beim Abholen und bei den israelischen.
00:39:43: Ich habe einen Antrag geschrieben, Bilder online geschickt und mein Pass war drei Wochen später im Briefkasten.
00:39:52: Ich musste nirgendwo gehen, ich hab Zeit gespart und da bin ich froh
00:39:57: dazu.".
00:39:58: Ich glaube, wenn es aber um Integrationskurse geht.
00:40:02: Sprache ist etwas sehr Emotionales.
00:40:05: Es ist nicht nur Mathe lernen, man muss einen Zugang finden.
00:40:09: Man muss gucken wie die anderen mit der Sprache umgehen.
00:40:13: Deshalb kann digitaler Angebote Ergänzend werken, aber es darf nicht auslichtlich.
00:40:20: Sondern es muss jeden Tag Zeit geben wo die Leute irgendwo in eine Klasse sitzen und die Sprache mit ein Lehrer oder Lehrerin lernen.
00:40:34: Der Austerische Integrationsbund hat ein App, der ergänzt und funktioniert.
00:40:38: Wo sie Hausaufgaben machen wo sie mehr Informationen bekommen.
00:40:42: das finde ich sehr gut.
00:40:43: aber jetzt alles zu digitalisieren wenn es darum geht Menschen so begegnen mit ihnen Kontakt zu gehen halte ich in diesem Bereich vom massiv kontraproduktiv.
00:40:58: Okay, ich mache jetzt noch mal einen letzten Punkt zu den Integrationskursen.
00:41:03: Wenn Sie sagen digitale Formate an der Stelle ersetzen, lernfördernd einsetzen, klatsch ergänzend aber eben nicht ersetzend dann verstehe ich sie so dass man wohl nicht... ...an den Stunden von Integrationskurse dadurch einkürzen soll.
00:41:21: und da zitiere ich auch nochmal aus dem Buch das Klartext zur Integration, das stelle ich auch noch mal in die Schonennutz eines herausgegeben wordenen.
00:41:32: Und da haben sie noch gefordert darüber hinaus sollte nicht nur die Stundenzahl der Kose deutlich angerufen werden Sie müssen auch für alle Neuankömmlinge verflüchtend sein.
00:41:47: Es kann nicht sein dass Flüchtlinge und andere heute teilweise länger als ein Jahr auf einem Platz warten müssen.
00:41:53: sind sie weiter der Meinung die Stundenzahl nochmal erhöht werden sollte und auf jeden Fall nicht eingekürzt werden sollte.
00:42:03: Nein,
00:42:05: also man kann überall sparen aber wenn man gute Integration haben will dann muss man diese Menschen begleiten.
00:42:13: Dann muss man die Zeit investieren, da muss man dafür sorgen dass die Sprache schnell gelernt wird das die Orientierungskurse zu Wertekurse werden wo Austausch auch stattfinden.
00:42:26: also man kann wirklich überall sparen aber nicht bei diesem Thema definitiv nicht.
00:42:31: deshalb war ich von Anfang an ein großer Verpflicht davon eine Übergrenze zu sagen dieses Land Jetzt zeige ich ein Zahl, Fantasieszahl.
00:42:40: Zweihunderttausend Leute sehr gut begleiten, sehr gute Angebote machen auf Langzeit.
00:42:47: da geht es nicht nur um Integrationskurs sondern Sozialarbeiter die jeder Woche die Familie besuchen, die fragen ob sie Fragen haben zeigen wo die beste Schule ist welche Arbeitsmöglichkeiten gibt und vieles mehr.
00:42:59: wenn dir das richtig machen wollen dann sind Ressourcen wirklich begrenzt und alle was dazukommt ist eine Oberforderung.
00:43:09: Und vor allem, das ist enorm wichtig, Menschen die wir aufnehmen aber komplett im Stich lassen.
00:43:16: Da haben wir vielleicht nochmal jetzt tatsächlich zu einem unserer Themen des Ankommens und da ist es ja so oft so dass die Menschen hier ankommen eigentlich fast als allererste Anlaufstelle die Außen der Behörde.
00:43:36: Sie brauchen da aus der Außenbehörde, die ist die Behörd, die dann eben auch entsprechende Papiere erteilt, die erst mal diesen Aufenthalt hier legitimieren.
00:43:50: und bevor ich jetzt ganz theoretisch da auch nochmal rangehe an das Thema auch noch einmal eine persönliche Frage.
00:43:56: sie haben es ja auch eingangs gesagt sind glaube ich zwei tausend vier nach Deutschland gekommen Woden zwei tausend sieben deutscher staatsbürger?
00:44:07: und wenn sie.
00:44:07: Zwei
00:44:07: Tausend Siebzehnte,
00:44:09: genau das war das war zwei Tausen siebzehn wollte ich auch mein Genau.
00:44:13: und wenn sich einmal auf ihren eigenen Weg jetzt zurückblicken welche Rolle haben da eigentlich Behörden bei ihnen gespielt?
00:44:22: Und wie wichtig war auch der behörd Kontakt oder das Gefühl, wenn man zu einer Behörde geht für sie und hat das im Bereich Integration für sie in irgendeiner Stelle eine Rolle gespielt.
00:44:36: Wie haben Sie auch den Behördenkontakt wahrgenommen?
00:44:38: Also
00:44:38: wahrgenommen ohne sie zu begegnen?
00:44:40: also welche Einstellung habe ich dazu gehabt?
00:44:43: Ich wusste ich will alles richtig machen und nicht irgendwas tun was gegen mich verwendet werden.
00:44:52: Ich dachte, wenn ich die Straße bei Rot-Uberg wäre, dann konnte ich kein Visum in Deutschland bekommen oder keine Aufenthalt bekommen.
00:45:01: Deshalb habe ich alles richtig gemacht.
00:45:04: Es gab so junge Menschen an der Schule, die gesagt haben ach du hast drei Monate erst mal ein Tourismus Visum, warte vier Monate und wenn du hingehst, dann sagst du beim Ausländerbehörde Entschuldigung, ich wusste das nicht.
00:45:17: Habe ich nie gemacht, ich hab mich immer angehalten.
00:45:20: Zwei Monate danach habe ich einen Termin gemacht und dann bin ich angetreten.
00:45:26: Und dann musste ich all diese Formulare füllen, alles Mögliche.
00:45:32: Für mich war wirklich die Besuch in der Ausländerbehörde in Berlin immer etwas was sehr belastend wirkte.
00:45:39: Und zwar nicht weil ich irgendwie Angst gehabt habe dass sich mein Aufenthalt nicht verlängert bekommen sondern weil die Freundlichkeit einfach fehlte.
00:45:49: Sie kennen ja, wie froh man da sein muss um überhaupt einen Termin zu bekommen.
00:45:58: Weil damals im Jahr zwei Tausend Fünf sechs so Termine zu bekommen nicht so einfach war.
00:46:04: Und dann bin ich um fünf Uhr da gestanden in der Kälte und dann kommen die Beamter und gehen rein.
00:46:12: Nicht mal auf die Idee kommen zu sagen, komm bitte rein es ist galt draußen sondern einfach so keine Ahnung als nicht vorhandenen Personen aufnehmen.
00:46:22: das war nicht schön.
00:46:23: Auch diese Nichtlöchern, nicht guten Morgen sagen.
00:46:27: Sondern immer eine Kunde als Belastung so betrachten was willst du schon wieder oder so?
00:46:32: Ich erinnere mich an eine Situation nach dem Studium.
00:46:35: ich war fertig so stolz und in dem Moment wo ich dann sozusagen mein Diplom bekommen habe endete meinen Studentenwiesung.
00:46:43: das heißt ich musste auch nochmal zum Ausländerbehörde Und dann habe ich vorgeschlagen, dass sich jetzt zwei Arbeiter gefunden haben und ich will jetzt in zwei Jobs arbeiten.
00:46:56: Aber damals gab es nur einen Antrag für eine voller Stelle und der Beamter hat mich angeschrien was das sein soll und warum nicht überlege zu meinem Land irgendwie zurückzukommen.
00:47:07: also diese un dankbar Unfreundlichkeit.
00:47:10: Ich hoffe, dass es heute anders ist.
00:47:11: Ich glaube mein letzter Besuch war Und dann habe ich diese unbefristete Aufenthalt bekommen.
00:47:19: Aber die haben nicht dazu beigetragen, dass sich Deutschland positiv sehe oder dass ich irgendwie gut im Kontakt habe.
00:47:27: Ich hab andere Deutsche kennengelernt!
00:47:30: Die haben mir enorm viel geholfen anzukommen und das ist in Berlin leider nicht der Fall bei der Verwaltung gewesen.
00:47:40: Also würden Sie auch sagen... auch eine Menge ausmacht, nämlich die erste Begegnung mit einer staatlichen Institution also in dem Sinne auch mit der Außenbehörde für das Bild dass ein Mensch der hier neu ankommt von dem neuen Land entwickelt.
00:48:00: Würden Sie das so unterzeichnen?
00:48:02: Absolut!
00:48:02: Ich möchte auch nicht, dass sie mit mir Feierabend Bier trinken oder Berdu sind aber einfach mal freundlich klar Hilfbereit, wenn jemand eine Frage hat.
00:48:15: Ich sage nicht dass ich jetzt den Anspruch habe unfreundlich und respektlos gegen Oberbeamter zu sein.
00:48:24: Es ist immer Leute von denen ich was will.
00:48:27: aber mehr Freundlichkeit wäre viel besser für mich gewesen positiv auf das Land zu reagieren vor allem am Anfang sie als menschlich zu betrachten und vor allem mich wohlzufuhlen in diesem land.
00:48:41: Ich sage es nochmal, ich will nicht verallgemeinern.
00:48:43: Ich rede jetzt von meinen persönlichen Erfahrungen.
00:48:46: die legen jetzt über fast zwanzig Jahre her.
00:48:52: Ob es heute in Berlin so der Fall ist, kann ich nicht beurteilen und ob es woanders vielleicht besser ist.
00:48:57: Kann ich auch nicht beurtigen will Ich jetzt nicht dass die Leute die das sagen Herrmann So denkt dass alle Beamter irgendwie so schlecht sind.
00:49:05: Das ist nur meine persönliche Erfahrung mit wahrscheinlich nur ein prozent Der Beamta im Ausländerbehörde.
00:49:20: Ich würde vielleicht auch mit meinen Erfahrungen dazu noch beitragen.
00:49:25: Und zwar, ich habe wie gesagt schon nach Wien, im Ausländerbehörde Potsdam gearbeitet und ich liebe die Kollegen da und die Kollegen also das schon mal vorab ja und ich weiß auch was sie für wahnsinnige Arbeit leisten.
00:49:46: aber ich hab schon auch wahrgenommen dass da jetzt Obwohl sich die Behörde damals, meines Erachtens nach sogar schon Willkommensbehörde genannt hat.
00:49:56: Aber das ist noch nicht angekommen, im Jahr zwei Tausendsechzehn, dass das irgendwie eine Willkompensbehöde ist.
00:50:03: Das hatte auch den Hintergrund, dass lange Jahre zuvor die Aushänderbehörden letztendlich ja nur als Ordnungsbehördegroßenteils gesehen wurde und ich habe... Als ich da dann angefangen habe Herr Mansour habe ich schon in einer meiner Folgen schon mal erzählt.
00:50:24: Da hab' ich ganz, ganz viel mit Papier gearbeitet.
00:50:26: Das heißt... Ich hatte mir die Fälle angeschaut.
00:50:30: Ich hatte da quasi so ein Vier-Augenprinzip Funktionen also alle Fälle, die beim ersten Sachbearbeiter abgelehnt werden sollten.
00:50:38: Die musste ich mir dann halt nochmal anschauen weil ich Juristin bin und hab dann noch einmal alles gegengecheckt und komplette Akte und hab nach Akkenlage entschieden, hab schriftlich angehört dann entsprechend, ob da was zurückkam oder nicht noch mal die Sache gewertet und in der Regel einen schriftlichen Bescheid erlassen.
00:50:58: Irgendwann habe ich festgestellt auch weil die Bescheide immer wieder ein Widerspruch ging und sich ein elendes langes Klageverfahren daraus zufolge die Schlussfolgerung war habe ich mir gesagt, ich muss jetzt mal irgendwas anders machen und hab mir dann die Personen an den Tisch geholt.
00:51:16: Und ich war total überrascht um ehrlich zu sein!
00:51:19: Ich hat mir die Menschen an den Tisch geholt, ich habe gesagt ja erstmal fängt man an.
00:51:24: Hallo wie geht es Ihnen?
00:51:26: Wie sind Sie hierher gekommen?
00:51:28: Heute möchte ich mit Ihnen über das und das sprechen.
00:51:31: ist es für sie in Ordnung?
00:51:32: also ich habe sie versucht abzuholen.
00:51:34: ich habe sich erst einmal respektiert Freundlich, guten Morgen gesagt.
00:51:37: Ich habe Ihnen auch was zu trinken angeboten.
00:51:39: möchten Sie was trinken?
00:51:41: hab dann quasi auch kurz gefragt wie es ihnen geht und Dann habe ich die Sach- und Rechtslage einfach erklärt.
00:51:49: so ich habe das transparent gemacht ich habe erklärt wie ich auf welche Schlussfolgerung komme Und dann hat man mir gesagt immer wieder ganz oft Frau Thorn, sie sind die Erste, die mit mir spricht.
00:52:03: Sie sind die erste, die sich Zeit nimmt und sich hinsetzt.
00:52:06: Die sich meine Geschichte anhört.
00:52:08: Und es hatte ganz viel zur Folge.
00:52:10: Denn durch das Erzählen mit der Person habe ich natürlich etwas anderes entdeckt als nur diese reine Papierakte.
00:52:16: Auf einmal haben sich da ganz andere Geschichten aufgetan.
00:52:19: Ganz andere Umstände, ganz andere Potenziale, die entdeckt worden sind.
00:52:24: Und schließlich konnte ich sagen mal den Menschen unterstützen einen Weg hier zu finden und zu sagen was auch... Wir haben jetzt doch noch die Möglichkeit, das und das sind die Perspektiven.
00:52:35: Und dann konnte ich... Das ist mir sehr oft gelungen!
00:52:39: Ich habe Menschen tatsächlich geholfen in Arbeit zu kommen durch die Perspective.
00:52:44: Und da habe ich jahre später wieder gesehen, die wirklich gut Fuß gefasst haben.
00:52:48: Andersherum war es aber auch so dass die Leute, wo ich nichts mehr festgestellt habe, dass da irgendwie noch was möglich ist, den habe ich vernünftig erklärt warum ich hier Zu der Entscheidung komme.
00:53:02: die Person müssen ausreisen und den habe ich das wirklich gut erklärt.
00:53:06: Und ich hatte dann eine ganz andere Akzeptanz, als wenn du das schriftlich machst muss.
00:53:11: ich muss sich ganz ehrlich sein bin jetzt natürlich ist jetzt keine Studie irgendwie dich danach halten kann.
00:53:16: meine eigene persönliche Erfahrung und ja deswegen bin nicht bin ich halt und Herrmann so Ich bin da wieder bei diesem Thema Erstens Ressourcen, zweites Digitalisierung.
00:53:30: Ich kann sowas nicht umsetzen wenn ich die Ressoursen in den Behörden nicht habe.
00:53:36: Das heißt, die Ressen habe ich im Prinzip nicht, wenn da nicht genug Personal
00:53:43: ist.".
00:53:44: Und Personal bedeutet nicht nur, ich gebe Geld damit du Personal einstellst.
00:53:48: Sondern ich brauche ja auch qualifiziertes Personal.
00:53:50: das heißt die müssen erst mal da ankommen die brauchen auch eine gewisse Empathie die braucht ein bisschen fein Gefühl so wie sie auch mit Menschen letztendlich umgehen und das kriegste ja nicht von heute auf morgen.
00:54:02: Und die Digitalisierung, deswegen bin ich da immer so zwiegespalten.
00:54:05: Ich kann sie verstehen und ich finde es auch toll wenn man so wenig wie möglich zur Behörde muss und sich nicht extra vielleicht noch einen Tag frei nehmen muss um da irgendwie vorstellig zu werden und dann noch zwei Stunden dazu warten.
00:54:17: Aber Digitalisierung hat natürlich zur Folge, dass genau diese persönlichen Vorsprachen dieses Persönliche kennenlernen.
00:54:24: Diese persönlichen Begegnungen mit den Menschen, ich nehme sie wahr und schätze sie wert wir kommunizieren ja auf Augenhöhe das wird halt glaube ich durch Digitalisierung einen großen Teil auch genommen.
00:54:36: So und viele Behörden arbeiten mittlerweile halt sehr, sehr digital so unter.
00:54:42: Und die sind dann froh dass sie einfach die Leute nicht mehr vor Ort haben.
00:54:46: Sie sind in Anführungsstrichen okay ohne das ich jetzt für jeden einzelnen das unterstellen wollen.
00:54:51: Die wollen halt ihre Arbeit schaffen.
00:54:52: deswegen jede persönliche Vorsprache kostet zu viel Zeit.
00:54:56: Haben wir nicht.
00:54:56: also ist es gut so?
00:54:59: Das ist für mich ein absoluter... Mein Verständnis ist kontraproduktiv, was jetzt dieses Integrationsthema anbelangt.
00:55:08: Also zwei Punkte...
00:55:11: Darf ich nur ganz
00:55:12: kurz
00:55:12: zu sehen wo ich vielleicht sehr positive Erfahrungen gemacht habe?
00:55:17: Wahrscheinlich kommen wir zum Thema.
00:55:19: als ich die Einbürgerung Unterlagen eingereicht habe war das ja im Bezirksamt also nicht mehr aus Ausländerbehörde sondern in Bezirksamen Und für mich war das eine unglaublich emotionaler belastender Situation, weil ich musste irgendwas Sachen finden die in meinem Heimatland gar nicht habe irgendwelche Dokumente die man dann sucht und dann telefoniert man mit dem Bruder und mit dem Freund und mit den Papa.
00:55:53: Dann muss ich da hinfliegen und vieles mehr.
00:55:55: bis sich alles gebracht haben war das wow!
00:55:58: Endlich hab es alle Papiere dann stolz hingegangen und kam rein in einem Raum.
00:56:06: Und diese Begegnung war so positiv, weil die Frau das angeschaut hat auch genau gefragt wie geht es ihnen?
00:56:14: Ich wollte ja die israelische Staatsbürgerschaft noch behalten.
00:56:18: Das heißt sie musste noch ein paar Fragen stellen und ich erklärte was ich geschrieben habe und das war großartig!
00:56:26: Es war ein guter Person.
00:56:29: Warum gibt es diese Leute nicht beim Ausländerbehörden?
00:56:32: Und das macht schon ganz anderes Gefühl, wenn man solche nette Menschen trifft als wenn man Leute trifft die nicht mal böse sind aber in ihrem Mimik einfach kalt reagieren.
00:56:45: Ja also ich habe auch noch eine Bekannte von mir, die hin und wieder auch zugewanderte Begleiter zu ausländern Behörden.
00:56:56: Ja, leider bekomme ich dann immer noch.
00:56:58: und soweit zu der Frage ob das noch aktuell ist.
00:57:01: Was was sie damals erlebt haben.
00:57:03: aber die Person die immer wieder regelmäßig Menschen in die Behörden begleitet sagt mir also es sind immer noch Behördennitarbeiter da Die da einfach auch ein Stück weit von oben herab die Menschen betrachten.
00:57:19: Und Das ist wie gesagt Ich will dass nicht für allgemeinern.
00:57:25: Das mag vielleicht auch ein bisschen psychologische Ursache haben, weil du bist halt in der Behörde.
00:57:31: Du hast im Prinzip ... Du bist diejenige und derjenige, der letztendlich das Sagen hat über das was derjenig gleich in den Händen behält.
00:57:40: Es gibt dir psychologischer irgendwie so eine Art Machtgefühl.
00:57:43: sag ich jetzt mal Und es hat wahrscheinlich auch etwas mit der Situation zu tun, dass eben dort vor Ort und so kriege ich es immer noch regelmäßig viel aus den Ausländerbehörden berichtet eine wahnsinnige Überlastung ist.
00:57:57: Und die einfach nur sage ich mal wie am Fließband ihre Termine wegarbeiten wollen.
00:58:03: Das ist aber was wo ich meine.
00:58:07: das ist sozusagen ja.
00:58:10: also ich glaube wie gesagt Das macht total was aus, wenn man in diesen Prozessen zu den Menschen einfach von Beginn an anders ist und sich zumindest an der Stelle die Zeit nimmt.
00:58:24: Und einfach versucht zumindest ein bisschen auf Augenhöhe zu sein dem Menschen freundlich zu begrüßen und vielleicht auch hin- und wieder mal so Möglichkeiten noch aufzuzeigen, die der Mensch hier in Deutschland hat?
00:58:43: Und natürlich Herr Manso, Sie haben es ja auch gesagt.
00:58:46: Natürlich kann man dann auch immer wieder über Konsequenzen sprechen die es übrigens auch gibt was Integrationsgröße anbelangt weil die Ausländerbehörde kann ja durchaus zu Integrationskursen verpflichten und wenn dann die Verpflichtung nicht nachgekommen wird Dann kann die ausländer Behörde eine Aufenthaltserlaubnis beispielsweise nicht mehr verlängern.
00:59:03: Solche Dinge kann man natürlich auch aufklären und das beobachte ich in der Praxis einfach so gut wie gar nicht, dass man auch darüber aufklärt.
00:59:11: Weil einfach schlichtweg... Wenn noch Termine stattfinden sie unter enormem Zeitdruck stattfinden und wenn Sie nicht mehr stattfinden dann sind sie digitalisiert und dann kannst du schlecht weg sowas nicht transportieren.
00:59:22: Was bedeutet das im Zweifel für Integration?
00:59:25: Dass sie eben nicht früh genug ansetzt.
00:59:28: Die Frage ist halt wirklich klar die Ausländerbehörden sind jetzt nicht die Akteure die Integration zu verantworten haben.
00:59:35: aber ich glaube weil sie gleich am Anfang stehen und weil sie diesen Prozess auch so lange begleiten, denke ich sind es maßgebliche Akteure.
00:59:42: Und da müssten wir irgendwie schauen in der Realität wie kommen wir da nochmal besser ran dass das auch wahrgenommen wird?
00:59:52: diese Akteurslangschaft noch mal stärker zu betrachten und die mitzunehmen?
00:59:56: Also ich kann das nur bestätigen.
00:59:58: Ich finde freundlich agieren, aber in aller Klarheit zeigen was die Erwartungen sind, was die Leute erreichen sollen, was sie brauchen um anzukommen enorm wichtig.
01:00:11: und wenn man das Transparenz aber freundliche macht dann hat man enorm viel erreicht.
01:00:17: Und was Sie auch gemacht haben, dass sie mit den Leuten in ein Gespräch gegangen sind?
01:00:21: Sie haben ja die Gesetze nicht verändert!
01:00:22: Sie haben niemanden im Rabat gemacht aber sie waren da und das auf dieser Art und Weise glaube ich ist enorm wichtig damit die Leute auch einen Gefühl haben okay Ich bin hier willkommen oder ich weiß jetzt was man von mir erwartet was ich nächstes erreichen muss, damit ich in diese Gewerkschaft auch einen Aufenthalt bekomme oder meine Integration voranbringen kann.
01:00:52: Apropos Integration vor anbringen können und Sie haben es ja auch schon gesagt, sie wurden eingebürgert wie man sie dann da an der Behörde auch empfangen hat im Klammern Probleme hatten erst mal ihre ganzen Unterlagen dafür zusammen zu suchen.
01:01:08: Ich glaube, das ist nach wie vor so und leider ist es auch mittlerweile so.
01:01:12: Das war vielleicht zwei Tausend Siebzen noch nicht ganz so dass auch da die Behörden wahnsinnig überlastet sind und dass wenn du einen Antrag auf Einbürgerung stellst dann kannst du erstmal ein Jahr warten bis du überhaupt da vorstellig wirst.
01:01:25: aber die Frage welcher Einbürge welche Bedeutung Herr Mansour hatte schlichtweg die Einwirkungen für sie.
01:01:33: Als Sie dann den Deutschen passen in der Hand hatten, was hat das für Sie konkret bedeutet?
01:01:38: Gab es da bei Ihnen auch nochmal irgendwie noch mal so ein Schub?
01:01:42: jetzt erst recht, jetzt will ich hier für Deutschland mich noch mehr engagieren?
01:01:47: Hat das irgendwas bei ihnen gemacht?
01:01:50: Also natürlich nicht an dem Tag aber das ist das Ende eines Prozesses.
01:01:56: Ich habe mich ja bewusst vor Deutschland entschieden.
01:01:59: Das ist mein Heimat, hier gründ ich eine Familie.
01:02:02: Hier will ich meinen Kind großziehen und am Ende dieser Entscheidung diesen Pass in der Hand zu bekommen eigentlich eine Urkunde in der hand zu bekommen.
01:02:13: Und
01:02:14: wir haben die Antisemptismus-Klausel beispielsweise verankert mit der verhindert werden soll dass Antisemiten eingebürgert werden?
01:02:23: Mit meiner Familie, mit meine Frau und mein Kind irgendwo beim Bezirksamt da zu sein zum Feiern.
01:02:32: Also zwar ein Politiker der dann Danke gesagt hat dass sie sich für Deutschland entschieden haben.
01:02:38: das war sehr schön und emotional und auch sehr sehr positiv.
01:02:44: ich durfte in Berlin auch glaube ich paar Monate später Die Einbürgerungsrede im Roten Rathaus auch halten vor ausgewählte Leute, die in dem Jahr eingeburgert sind.
01:02:57: Und das war ein unglaublich schöner Akt und die Leute haben das Gefühl, sie kriegen Anerkennung.
01:03:03: Sie werden gesehen!
01:03:04: Sie kamen mit ihren Familien in den besten Kleidungen, haben mitgegessen, haben die Hand gegeben... Ich fand es großartig und sehr schön.
01:03:14: Deshalb ist dieser Akt nicht nur eine behördliche Akt.
01:03:21: Keine Ahnung, ich bin jetzt Deutscher.
01:03:22: Ich darf das und das machen oder das und nicht machen?
01:03:25: Oder jetzt kann ich besser reisen und Länder besuchen mit meinem alten Passkontisch.
01:03:33: All das ist Nebensache!
01:03:36: Das Emotionalste dabei... Ich bin jetzt Teil dieser Gesellschaft und zwar ohne Wenn und Aber.
01:03:43: Ab jetzt bin ich nicht der Ausländer.
01:03:45: Ab jetzt Bin Ich Nicht Derjenige, Der Irgendwie Einmal In Zwei-Drei Jahren Beim Ausländer anwesend Sein.
01:03:53: Ich Bin Jetzt Teil Diese deutscher Gesellschaft, Ich Kann Gewählt Werden, Ich kann Wählen und Ich Bin Mitgestalter geworden.
01:04:00: Und Für mich war das Super Emotional Wenn Ich Dann auch Etwas Sagen Darf Wo Mich War's Wichtig Auch Diesen?
01:04:09: diese Einbürgerung auch mit Mein eigenen können und Ressourcen zu erreichen.
01:04:17: Nicht weil ich mit einer deutschen Frau verheiratet bin, nicht weil ich keine Ahnung einen Anwalt genommen habe oder so sondern nein das steht mir zu!
01:04:27: Ich hab alle Kriterien erfüllt Und jetzt bin ich Teil dieser Gesellschaft und stolzer konnte ich nicht sein.
01:04:33: Ich habe noch immer Bilder davon, meine Tochter war damals zwei Jahre und wir waren alle da und das war super schön!
01:04:40: Und ich trage diesen Pass immer mit Stolz bei mir und bin dankbar für die Möglichkeiten und die Chancen, die ich bekommen habe.
01:04:50: Für mich aber jetzt politisch wäre wichtig dass die Einbürgerung am Ende eines erfolgreiches Prozess steht von Integration und nicht am Anfang oder in der Mitte.
01:05:05: Sie wissen, was ich meine?
01:05:06: Es gibt diese Debatte die habe ich auch im Fernsehen geführt ob man nicht von Anfang an alle einbürgert und dann wird Integration viel besser sein.
01:05:13: davon halte ich nichts.
01:05:14: das ist Unsinn sondern Integration und so funktioniert es.
01:05:18: in den meisten Länder dieser Erde muss der Pass der Einbürgerung am Ende eine erfolgreiche Integration stehen.
01:05:27: Also dazu habe ich auch ein paar Sachen zu sagen.
01:05:29: Zuerstens freut es mich für Sie, dass sie an so einer, ich nenn's jetzt mal Einbürgerungsfeier-Zeremonie teilnehmen konnten und sich auch selber mal auf so eine Feier sprechen konnten.
01:05:43: Das ist aber ja leider bundesweit nicht so gegeben das es überall diese Einbürgungsfeiern gibt.
01:05:49: Da sprechen wir auch wieder über Ressourcen.
01:05:51: oft ist es so... Da bekommen die Leute dann ein Papier in die Hand gedrückt und dann können sie damit ihren deutschen Pass beantragen.
01:05:59: Und mehr ist es dann eben auch nicht, also so läuft's immer wieder.
01:06:06: Ich glaube, eine Zeremonie oder Feier gibt auch noch mal ziemlich viel Gefühl dafür.
01:06:13: Wir sehen dich jetzt, jetzt gehörst du dazu und wir feiern das auch, dass du jetzt dazugehörst im wahrsten Sinne des Wortes.
01:06:20: In einigen Behörden ist es auch so, da kann er sich aussuchen.
01:06:23: Wir bieten dir eine Feier an.
01:06:26: Kannst du entscheiden ob du dahin willst oder ob du lieber gleich deine Papiere hier übergeben bekommen möchtest?
01:06:35: Ansonsten verlagert sich das oft so.
01:06:38: Ich meine mich recht zu erinnern, dass wenn du die Einbürgungsfeiern hast quasi der tatsächliche Einbürgerungsakt dann auch dort durchgeführt wird und da halt die Urkunde übergeben wird Und da entscheiden dann tatsächlich manche Menschen, nee ich will lieber jetzt schon die Urkunde.
01:06:54: Ich warte nicht noch auf die Feier, die dann irgendwann in zwei oder drei Monaten erst ist.
01:06:58: ja also das ist alles so ein bisschen unterschiedlich aber ich denke so eine Feier macht am Ende doch nochmal viel für dieses emotionale Ankommen tatsächlich am Ende aus.
01:07:09: was ich auch sagen will.
01:07:13: Sie sprachen?
01:07:14: Dann würde ich gerne bei Ihnen an der Stelle nachhaken sich damit dann zugehörig gefühlt und haben gesagt, hier ist mein deutscher Pass.
01:07:23: Ich gehöre jetzt dazu aber letztendlich ist es ja von außen sieht's ja niemand das sie den deutschen pass haben.
01:07:30: wenn Sie sagen mal durch die straße laufen weiß weiß niemand dass sie den deutsche pass haben.
01:07:36: wie also da ist für mich immer noch so Also die gefühlte Zugehörigkeit, aber wie wird es von Außenstehenden wahrgenommen?
01:07:48: Ob er dazugehört.
01:07:50: Weil ein Außestehender sieht schlichtweg dein deutschen Pass nicht so ja.
01:07:56: und dann noch eine allerletzte... Ein allerletzter Bogen an der Stelle und zwar Ich kenne die Diskussion mit der Geschichte Einbürgerung und viele Menschen, mit denen ich aus dem Behörden zu tun habe sagen auch immer das ist so das I-Tüpfelchen auf der Krone.
01:08:14: Und es ist das Sahnehäubchen auf den Torten dieser Einbürgern.
01:08:19: also im Prinzip was in ihre Richtung geht.
01:08:23: aber wie sie ja eigentlich auch wiederum sagen einbürgerungen ist ein jahrelanger Prozess Aus meiner Sicht auch relativ hohe Kriterien zu erfüllen.
01:08:36: Ich muss ja mich auch zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen, es soll nicht nur ein Lippenbekenntnis sein das muss irgendwie von der Behörde ist auch ein schwieriges Thema finde ich.
01:08:45: die Behörden muss auch sage ich mal feststellen dass es eben nicht nur in Lippe bekenntnis ist und wir haben ja auch durch den Antisemitismus Klausel sag' ich mal... Gut so!
01:08:56: Und so weiter ne?
01:08:57: Also da haben wir auch wirklich sage eingebaut und sicherlich ist dann auch sehr viel an Integration bei diesen Menschen gelungen, die am Ende den deutschen Pass haben.
01:09:13: Da kann man es wirklich sagen, dass damit die Integration beendet ist.
01:09:17: Also das will ich an der Stelle einfach noch mal klatschen und vor allem kann ja eben auch die Einbürgerung nochmal würde ich mein Motor sein, habe sich nochmal besser einzubringen weil wir sie ja auch sagen erst dann fühle ich mich richtig zugehörig.
01:09:31: und psychologisch würde ich sagen gibt's mir da nochmal erst recht ein Boost.
01:09:35: Also jetzt,
01:09:37: wenn ich auf den richtigen Weg bin.
01:09:39: Dann gibt mir das Bus, dann entwertet dass die Einbürgerung und die deutsche Staatsbürgerschaft eigentlich an sich.
01:09:47: Deshalb finde ich übrigens fünf Jahre sind meines Achtens viel zu kurz.
01:09:54: nach fünf Jahren in Deutschland war es nicht so weit.
01:09:59: Ich werde das zurück so acht bis zehn jahren machen eine unbefristete Aufenthalt bekommen, wenn sie alles richtig machen.
01:10:08: Und dann ist diese Akt der Einbürgerung wirklich bei Leuten die Grundwerte dieser Gesellschaft auch verinnerlicht haben.
01:10:19: Jetzt zu Ihrer Frage... Zu den Menschen, die draußen das nicht sehen?
01:10:24: Das interessiert mich nicht!
01:10:26: Ich gehe ja nicht zur Review und sage ich bin Deutscher macht Platz oder so, sondern das ist für mich nicht für die anderen.
01:10:33: Es ist für mich, wenn ich nach Deutschland komme, dass sich beim Flughafen mein Pass abstempeln kann bei den EU-Burger und nicht bei den Nicht-IU-Burger.
01:10:42: Und das ist... Dass ich dazugehöre, dass ich weiß ich nicht was wählen kann, dass auch gewählt werden kann, wenn Ich möchte.
01:10:51: Also da sind Sachen die ich nicht vor anderen tun.
01:10:53: Die tue ich für mich.
01:10:54: Die tu' ich von meiner Zugehörigkeit.
01:10:58: Und es wird immer Leute geben, die meinen Deutschsein infrage stellen!
01:11:03: dass du ein jahre Stradikaler die ganze Zeit.
01:11:05: Das interessiert mich aber nicht!
01:11:08: Es ist mein Empfinden und nicht ihre, und das ist meine Art übrigens auch mit Diskriminierung umzugehen insgesamt.
01:11:15: Ich bin nicht der Opfer.
01:11:17: Diejenigen, die was zu Rechtfertigen haben sind diejenigen, denen meinen Durchsein absprechen – und das zeige ich Ihnen in aller Deutlichkeit.
01:11:30: Okay okay super.
01:11:31: also vielen Dank an dieser Stelle.
01:11:34: Trotzdem muss ich leider noch mal ganz kurz zu einer Frage zurückkommen und zwar, Sie sagten Grundwerte.
01:11:41: Hat man erst... hat man noch nicht nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland verinnerlicht?
01:11:47: Ja.
01:11:47: Um drauf an, woher die Leute kommen?
01:11:49: aber ja.
01:11:49: Genau
01:11:49: genau also deswegen würde ich meinen.
01:11:51: Also man kann das natürlich absolut nicht für allgemeinern, wann jemand Grundwerten verinnerlicht hat weil da kommen wir auch so zu den unterschiedlichen Hintergründen der Menschen, die zu uns zuwandern.
01:12:06: Und das kann man natürlich nicht für allgemein an.
01:12:08: erstens ist es ja auch die Frage des Umfelds.
01:12:12: Also wie ist das Umfeld um ihn drum?
01:12:16: gibt es Begegnungsorte, wo er relativ zügig in diesen ganzen Integrationsprozess hineinläuft.
01:12:22: Hat da vielleicht auch schnell Arbeit hier?
01:12:25: Wenn er ankommt wird man ihn die Möglichkeit geben und über diese ganzen Begegenungen dann eben tatsächlich auch die Grundwerte besser verstehen und auch wollen weil man einfach zu den Menschen hier dazugehören möchte.
01:12:41: deswegen ich finde es immer schwierig zu sagen Die Einbürgerung kann jetzt erst nach acht bis zehn Jahren ermöglicht werden.
01:12:50: Ist es vielleicht nicht auch anders?
01:12:51: Darum kann das nicht auch sein, wenn du sagst, pass auf!
01:12:54: Du kannst ja eingebürgert werden mit denen und den Voraussetzungen schon nach fünf Jahren.
01:12:59: Und der andere hat dann viel mehr Antrieb hier sich zu integrieren mit allem was dazu gehört.
01:13:04: Also die... und ich sehe schon wie unruhig sie wären auf ihrem Stuhl oder auf ihrem Hocker.
01:13:11: aber ich tue mich immer ein bisschen schwer, da so starre Fristen zu machen und zu sagen man ist jetzt dafür Einbürgerung erst nach acht Jahren weil ich finde das wird dann Menschen nicht gerecht die durchaus gewillt sind.
01:13:24: Die sich durchaus schnell integrieren und ich find diese Chancen muss man denen dann auch geben.
01:13:28: und dass eine Niederlassungserlaubnis nochmal was anderes ist als ein deutscher Pass Das ist ja auch ganz klar so.
01:13:36: Und also, jetzt sind Sie nochmal dran?
01:13:38: Ja sie sagen ja selber dass das sehr schwierig irgendwie einzuschätzen ob jemand zu weit ist oder nicht.
01:13:46: Die kann ich nicht!
01:13:47: Nicht in positiven und nicht in negativen Sinne bescheinigen Dass jemand die Grundwerte hat.
01:13:53: Ich kann das beobachten Ich kann irgendwie Akten anschauen von Straftaten oder nicht Straftate Aber ich kann es nicht beurteilen.
01:14:02: Wenn ich aber weiß, dass die Mehrheit der Leute aus Ländern kommen, die ganz andere Werte haben.
01:14:10: Dann braucht es ein Prozess und wir haben absolut recht.
01:14:13: dazu gehören Integrationsmaßnahmen Begegnung Arbeit Schule, gute Nachbarschaft in Kontakt kommen.
01:14:22: Austausch mit den Deutschen – all das gehört dazu.
01:14:24: und es gibt natürlich Leute die nach drei Jahren begeisterter Freiheit orientiert am Menschen sind egal woher sie kommen.
01:14:32: aber durchschnittlich sind fünf Jahre für die meisten Menschen viel zu wenig.
01:14:38: deshalb sage ich um diesen Pass nicht so entwerfen Damit es nicht so kommt, wie wir jetzt gerade in Berlin erleben.
01:14:47: Dass man antisemitische Wahlkampf für Macht auf Arabisch um diese Leute zu erreichen die jetzt wählen können aber nicht mal Deutsch können.
01:14:56: Um das zu verhindern und den Sensucht für den deutschen Bass, wo viele so groß wie möglich halten halte ich acht Jahre für vier realistische alles fünf Jahre.
01:15:09: Sie haben aber recht und da glaube ich finden sie hier den Kompromiss.
01:15:13: Es gibt natürlich Ausnahmen und es gibt Leute, die viel besser integriert sind als ich auch in kurzer Zeit.
01:15:21: Aber von der Ausnahme kann ich nicht den Regen machen?
01:15:28: Gut dann würde ich sagen, schließen wir jetzt dieses Kapitelab.
01:15:34: Ich glaube, ich könnte auch noch mit Ihnen ganz ganz ganz viel darüber reden aber das ist auf jeden Fall, ich verstehe auf jeden fall auch Ihres Perspektive.
01:15:47: Man kann da durchaus immer so ein Stück weit individuell natürlich auch schauen, wie die Prozesse vorangekommen sind.
01:15:55: und wenn ich mir das noch erlauben darf.
01:15:59: Ich bin ja gar nicht soweit weg von Ihnen.
01:16:01: Das will ich nur nochmal an der Stelle klarstellen.
01:16:07: Wenn man jetzt sagt... Aber ich muss ja eigentlich auch abschließen jetzt.
01:16:10: aber ich sage es trotzdem einfach noch Wenn man jetzt sagt, okay im Grunde brauchen Menschen hier acht Jahre um die Grundwerte hier zu verstehen.
01:16:23: Ob es dann nicht eigentlich auch ein Zeichen ist dass der Staat so wenig macht das es eben nicht auch früher gelingen kann also der Staat und die zivilgeschehrseltschaft etc.
01:16:33: Also würde man die Menschen früher erreichen?
01:16:40: Würde man Begegnungen Flächendeckend und ausreichend ermöglichen, würde man genügend Ressourcen in das Thema Integration stecken.
01:16:55: Ob es dann nicht tatsächlich auch ein Prozess wäre der sich verkürzen kann?
01:17:00: Und ob wir das Pferd nicht falsch umzäuen wenn wir sagen noch ja.
01:17:05: also
01:17:09: Ich verstehe Ihre Gedanke.
01:17:10: Ja, okay.
01:17:11: Ich
01:17:11: versteh das.
01:17:13: Wir dürfen auch eine andere Meinung haben.
01:17:16: Das gehört zur Demokratie.
01:17:18: Ich habe heute viel oft nachgedacht, weil Sie die richtigen Fragen stellen und eine andere Perspektive mitbringen.
01:17:28: Um Ihre Frage zu beantworten, ich finde es absolut in Ordnung zu sagen natürlich können wir viel mehr zur Verfügung stellen um Begegnung zu schaffen, um Parallelgesellschaften zu verhindern und Leute zusammenzubringen.
01:17:41: Und dann wird viele Leute helfen schneller natürlich in diese Gesellschaft anzukommen.
01:17:47: Ich bitte nur und warne dafür die Integration als ein Verwaltungsakt zu sehen.
01:17:55: Das ist ein emotionaler Akt, dass es Auseinandersetzung mit Erziehungsmethoden, der Art und Weise wie ich groß geworden bin.
01:18:04: Mit Religion, Kultur, Tradition, so viele unterschiedliche Sachen brauchen wirklich Zeit.
01:18:12: Auch wenn die Deutschen jetzt alles richtig machen.
01:18:15: Ich bräuchte Zeit für mich um diese Prozesse mit mir zu handeln und nicht nur den Leuten draußen.
01:18:23: Und deshalb dauert es auch so lange und deshalb bleibe ich das eigentlich acht Jahre viel realistischer als uns.
01:18:32: Wenn wir mal gemeinsam jetzt in die Zukunft schauen wollen, also wir gehen jetzt von dem Ist-Zustand weg und nehmen einen Blick in die Zukunft.
01:18:41: Was sollte Ihrer Meinung nach der Staat in den nächsten zehn, zwanzig Jahren unbedingt nachholen?
01:18:52: was das Thema Integration anbelangt?
01:18:55: und wo sehen Sie aber dann wiederum die Hauptverantwortung?
01:19:03: beim zugewanderten Selbst selbst in den nächsten zehn Jahren?
01:19:07: Und was erwarten sie vielleicht auch von der Aufnahmegesellschaft, also Staatzugewandter.
01:19:17: Aufnahmegesellschaft?
01:19:19: Was muss in den nähsten zehn Jahren zehn, zwanzig Jahren sage ich mal vielleicht nochmal passieren so dass sie sagen dann kommen wir einen ganz ganz großen Schritt voran in Sachen Integration.
01:19:37: Das ist ganz viel also erstmal habe ich das auch geschrieben.
01:19:41: natürlich ist meine Meinung nach die das Bringschuld bei den zugewanderten.
01:19:48: Sie müssen die Neugier bringen, offen sein um eine Gesellschaft neutral zu begegnen und davon auch zu lernen.
01:19:55: Ich finde in den nächsten zwanzig Jahren entscheiden was für eine Gesellschaft wir leben wollen?
01:20:00: In einer gesunder multi religiösa vielfältiger Gesellschaft oder eine gespaltener Gesellschaft wo jeder unter sich bleibt und den anderen als Gegner alles weint betrachtet.
01:20:11: Ich meine es jetzt ernst, weil das sehe ich ja in unterschiedlichen europäischen Ländern und die Zustände in England machen mir großer Sorgen!
01:20:20: Wir müssen miteinander ein Dialog gehen.
01:20:23: wir müssen uns austauschen, müssen aushalten dass unterschiedliche Menschen unterschiedlicher Meinungen sind.
01:20:29: vom Staat erwarte ich dass sie selbstbewusst auftritt und ihre Erwartungen kommuniziert und wie gesagt auchjenigen sanktioniert wenn sie dauerhaft nicht ankommen wollen, sich nicht bewegen wollen.
01:20:44: Ich finde Verslichtung zur Arbeit bei jedem der das kann ist notwendig um die Leute wirklich auch integrieren zu können.
01:20:55: ich werde die Integrationskurse so dermaßen evaluieren bis ich weiß was gut funktioniert und wie.
01:21:05: Ich würde Parallelgesellschaften bekämpfen und das, glaube ich, entscheidender.
01:21:10: Integration bedeutet Begegnung.
01:21:14: Wenn ich aber die Leute in Orte schicke wo sie unter sich bleiben dann funktioniert es nicht.
01:21:21: Deshalb ist der Erwartung am Start zu sagen Integration ist eine richtige Wohnpolitik und Schulpolitik.
01:21:30: Wie sorgen für gesunde Durchmischung, wie sorgen dafür dass die Leute zusammenkommen?
01:21:35: Dass die Kinder eine andere Lebensmodelle erleben das Erwachsener in Nachbarschaft mit anderen Menschen leben, die andere Sprache sprechen, andere Traditionen und Religionen haben.
01:21:48: Das glaube ich enorm wichtig!
01:21:49: Das macht Dänemark übrigens sehr Vorbildlich und ich glaube, das ist eine der besten und wichtigsten Aufgaben die auf uns zukommen wenn wir wirklich nicht nur antworten wollen und agieren und verwalten sondern auch mitgestalten wie unsere Zukunft miteinander hier aussehen soll.
01:22:13: Ich würde auch nochmal zusammenfassen wie ich es sehe und ich würde tatsächlich leider auch noch mal zwei Fragen stellen bevor wir dann wirklich zum Abschluss der Hunde kommen und zwar seh es so Sie sagen verpflichten Ähm, die Leute sanktionieren
01:22:26: etc.,
01:22:27: sag ich mal von Anfang an auch klare Regeln aufstellen.
01:22:30: Bin nicht bei ihnen.
01:22:31: Sag aber den eben auf der anderen Hand, ähm wenn ich klare Regelung ausstelle, wenn ich von den Leuten verlange sie sollen sich integrieren muss ich auch Integrationsangebote machen und kann da nicht kurzen.
01:22:41: also da würde ich meine Vision sehen dass man das halt dann auch nachhält und Integrations-Angebote schafft und zwar für alle und zwar ganz unabhängig von ihrem Status.
01:22:52: Thema, da greife ich in Prinzip auch nochmal ihre Forderung ein Verpflichtung zur Beschäftigung.
01:22:58: Es ist ja witzigerweise sogar oft so dass die Leute beschäftigen, also in Arbeit gehen wollen und am Anfang aber gar nicht dürfen.
01:23:05: das muss man ja auch sagen.
01:23:06: es gibt immer noch immer noch wenn auch weniger aber in den ersten Monaten in der Aufnahmeeinrichtung dürfen die Leute de facto nicht arbeiten.
01:23:13: dann ist ja auch die Frage Wenn du verpflichtet wirst zu einer Beschäftigungen, dann wirst Du verpflichtelt?
01:23:18: Dann findest du einen Arbeitgeber Gehst aber gar nicht arbeiten.
01:23:21: Das heißt, du machst krank so dann bist du verpflichtet offiziell auf dem Papier Aber gehst de facto nicht arbeiten kannst auch nicht gekündigt werden weil man macht halt krank sage ich jetzt mal so Mein Sprache schreien, wie viel Bürgung hat es eigentlich wenn du verpflichtest zur Arbeit?
01:23:37: Ich bin immer der Meinung man muss die Leute so generell ich bin ja auch immer so wenig wie möglich verboten und drangsalieren sondern man muss diese Leute irgendwie erreichen dass das für sie Sinn macht das jetzt zu tun.
01:23:48: Ja
01:23:48: aber das
01:23:50: funktioniert nicht.
01:23:51: Aber einfach nur Verpflichten zur Beschäftigung kann halt durchaus auch nicht funktionieren weil gut dann werden die verpflichtet aber arbeiten dann halt mutmaßig.
01:24:01: Das machen ja die Deutschen auch manchmal.
01:24:03: Genau,
01:24:05: genau da haben sie komplett
01:24:06: recht.
01:24:06: Diese Ausnahme gibt es aber die Mehrheit der Leute wollen ja, die sind hungrig, die wollen das
01:24:11: erreichen.
01:24:12: Aber dann Herr Mansour brauchen wir auch die Leute die beschäftigen wollen.
01:24:15: Wir haben.
01:24:16: Fachkräftemangel, Arbeitskräftermangel alles klar, aber viele der Unternehmen sind noch gar nicht bereit Menschen mit wenig Sprache einzustellen.
01:24:25: Die sehen nach Herausforderungen und das heißt Das
01:24:29: brauchen wir halt
01:24:30: auch.
01:24:30: und das zur Aufnahmegesellschaft.
01:24:33: Wir brauchen Leute, die offen sind, die sich trauen, die auch die Menschen aufnehmen wollen und in ihr Leben reinschauen lassen und in ihre Unternehmen arbeiten.
01:24:49: Natürlich liegt dann viel ... Viel Verantwortung in den Unternehmen selbst und bei den Arbeitgebern selbst, aber vielleicht muss man die an der Stelle dann eben auch einfordern.
01:25:05: Dass da einfach mehr Offenheit ist und dass es in den Betrieben auch mehr Unterstützung gibt quasi Leute, die hier ankommen wollen die noch nicht viel Sprache können, dass man trotzdem versucht in diesen Arbeitsmarkt zu integrieren.
01:25:19: Was aber natürlich faktisch dann auch wieder schwer ist!
01:25:23: Das heißt Herr Hermannsur, man kann immer schnell sagen und viel sagen verpflichtend zur Beschäftigung.
01:25:29: Dass sie dann aber ankommen innerhalb ihrer Beschäftigungen?
01:25:32: Beschäftige macht Sinn bin ich total bei Ihnen Begegnung Und so weiter.
01:25:37: Total bei ihnen, aber da gehören dann halt auch die in dem Unternehmen arbeiten, die dürfen denen nicht links liegen lassen den Menschen und einfach nur am Fließband stehen die Arbeit machen, das bringt dann auch nichts.
01:25:52: Dann fühlt sich der Mensch, der da am Fließband steht und eigentlich sonst gar nicht gesehen wird, der einfach nur arbeiten soll damit er sich verdient in Deutschland zu bleiben.
01:26:03: Das macht ja psychologisch dann auch was mit den Menschen.
01:26:05: also was ich damit sagen will so diese Formel verpflichtend zur Beschäftigung ist mutmaßig Ein Teil, aber ist dann eben auch einfach gar nicht alles.
01:26:18: Wohnpolitik Herr Mansour.
01:26:20: Hab ich
01:26:20: nicht.
01:26:20: Ja klar.
01:26:21: Alles gut, alles gut.
01:26:23: Wohnpolitik.
01:26:25: Problem!
01:26:26: Was ich sehe... ...die viele Menschen sind jahrelang in den Gemeinschaftsunterkünften genau in diesem Bubbles und da gibt es sicherlich auch die eine oder andere Begründung für das das so ist.
01:26:42: Aber was das integrationspolitisch macht Wahrscheinlich nicht viel so.
01:26:48: und gleichzeitig ist es aber schwierig, genau diese Menschen die vielleicht jahrelang in einem Asylverfahren sind.
01:26:55: In eine Wohnung zu bringen weil wir haben einfach schlichtweg gerade sehr wenig wohn wohn.
01:27:02: na sie wissen schon mal ich meine Wir haben Wohnungsmal und das spricht sich halt auch leicht zu sagen Wir brauchen eine andere Wohnpolitik, weil letztendlich ... es sind schlichtweg wir können ja nicht von heute auf morgen die Wohnung zaubern.
01:27:20: Die Leute werden lange noch in den Gemeinschaftsunterkünften bleiben im Klammern was auch rechtlich so vorgesehen ist.
01:27:25: da müsste man dann eben doch ran und dann ist ja auch immer so.
01:27:28: also ich seh's halt so Ich weiß nicht was sie für Erfahrungen haben, aber wir sind doch gleich fertig.
01:27:33: keine Sorge hat man so Sie können ihr Kind noch rechtzeitig von der Schule abholen.
01:27:39: Was wollte ich gerade sagen?
01:27:42: Oh, jetzt hab ich grad den Fahren verloren.
01:27:44: Genau!
01:27:44: Also ohne das auch wieder zu verallgemeinern?
01:27:48: Ohne es zu
01:27:48: veralgemeintern?!
01:27:50: Aber... Ich höre eben auch Stimmen Wenn dann Menschen in Wohnung ziehen mit Zuwanderungsgeschichte Dann sind andere neidisch.
01:28:00: Dann sagen andere Warum kriegt der denn jetzt die Wohnung und ik nicht?
01:28:06: So, so eine Konstellation gibt's auch.
01:28:08: Und da ist dann halt auch wieder irgendwo die...
01:28:10: Ja in den meisten Fälle aber kriegen die Deutschen und nicht die Migranten die Wohnung.
01:28:14: Das ist also wenn wir über Diskriminierung sprechen, das müssen ja die Leute auch wissen.
01:28:19: Also dass wir einen Neidebatten in Deutschland haben, die sind überall.
01:28:25: Das es einer der ekelhaftesten Eigenschaften, die ich immer wieder treffe in Deutschland.
01:28:33: Ja, also da gilt es wahrscheinlich dann auch ein bisschen mehr mit Fakten zu arbeiten und die Leute dann eben entsprechend aufzuklären.
01:28:42: Und jetzt komme ich aber tatsächlich zum Abschluss.
01:28:44: Jetzt kommen wir noch mal zu den Menschen, die tatsächlich in Behörden arbeiten, in den Auslanderbehörden Arbeiten.
01:28:49: wenn sie jetzt am Ende nochmal Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein paar Gedanken mitgeben können für die tägliche Arbeit dort vor Ort welche Wären das?
01:29:04: Also erst mal bewusst zu sein, was für Verantwortung diese Menschen haben.
01:29:13: Die arbeiten ja mit Menschen und meistens sind die ersten, die man trifft, die repräsentieren des Staates sozusagen, die den Gesicht unserer Land ausmachen weil viele Leute in dieser Begegnung mit den Beamtern oder Beamter in Deutschland verbinden.
01:29:35: Deshalb meine Empfehlung ist einfach die Arbeit gründlich zu machen, richtig zu machen freundlich zu bleiben und in Kontakt zu gehen mit den Menschen versuchen auch empathisch auf die Menschen zu reagieren ohne jetzt irgendwelche Regeln zu ändern.
01:29:50: aber mit dieser Empathie kann man enorm viel erreicht.
01:29:53: das sehe ich auch an meiner Arbeit tagtäglich Und ich glaube, war sehr oft und sehr wenig auch darüber gesprochen.
01:30:00: Wir haben heute auch ganz viel über was nicht funktioniert und wie einfach wäre wenn alles gut läuft und mit mehr Geld da ist und mehr Ressourcen?
01:30:10: Ich möchte auch die Gelegenheit nutzen um diese Menschen zu sagen danke für das was ihr was sie tagtäglich leistet wo die Arbeit die enorm wichtig.
01:30:20: also stellen Sie sich vor was wäre aus Deutschland wenn sogar Verwaltung nicht funktioniert.
01:30:26: Deshalb bin ich dankbar für das, was Sie tun und sage einfach Danke.
01:30:30: Und ich sag an der Stelle auch danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Behörden, in den außerberen Behörde, in die Einbürgungsbehörden aber natürlich auch in anderen Behördern und sage dass jede einzelne Begebung ein kleines Stück des Integrationsprozesses sein kann und vielleicht denken sie einfach in ihrer Arbeit immer genau an diesen Einsatz und verabschiede mich mit diesem Satz jetzt auch von Ihnen her... Mansur, ich bedanke mich ganz herzlich für dieses offene und tolle Gespräch.
01:31:00: Es war mir eine Ehre, sie hier bei mir als Gast zu haben.
01:31:04: Herzlichen Dank!
01:31:05: Und viel Erfolg auch mit Ihrer Arbeit weiterhin hin.
01:31:08: Ich werde Ihnen weiter folgen und werde mich mit Ihren Ausführungen und Aussagen immer wieder auseinandersetzen.
01:31:18: Vielen Dank, dass es Sie gibt – und auch für Ihre Arbeit.
01:31:21: Vielen Dank für die Einladung, vielen Dank für diesen sehr interessanten und lehrreichen Gespräch mit Ihnen.
01:31:30: Es war mir auch eine große Freude.
01:31:33: Danke für das was Sie tun, für die Möglichkeit hier zu sein und Ihnen alles Gute!
01:31:39: Vielen Dank bis bald tschüss.
01:31:44: Damit sind wir am Ende dieser Folge von Verwaltung Wirkt angekommen und ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei Ahmad Mansour für das offene, interessante und an vielen Stellen auch kontroverse Gespräch bedanken.
01:31:58: Ich finde unser Austausch hat noch einmal deutlich gemacht wie vielschichtig Integration ist und dass wir dabei immer beide Seiten im Blick behalten müssen die Erwartung die Menschen, die nach Deutschland kommen und ihre Eigenverantwortung.
01:32:14: Aber meines Erachtens nach eben auch die Verantwortung des Staates, die notwendigen Voraussetzungen und die Möglichkeiten für gelingende Integration zu schaffen.
01:32:24: Denn Integration kann nur gelingen wenn wir beides zusammen denken!
01:32:31: Wenn ihr mögt bleibt jetzt gerne noch dran denn bevor ich mich offiziell von euch verabschiede möchte ich wie angekündigt zu der ein oder anderen Aussage einen kleinen Fakten-Check nachschieben und auch einige ergänzende Informationen geben.
01:32:50: Zunächst einmal ganz kurz zur Systematik der Integrationskose, die rechtlichen Grundlagen finden sich insbesondere in den Paragrafen, Dreiundvierzig bis Vierundviertzig A des Aufenthaltsgesetzes sowie in der Integrationskursverordnung Und wir unterscheiden im wesentlichen drei Zugangswege.
01:33:12: Erstens, Menschen die einen gesetzlichen Anspruch auf Teilnahme an eine Diggrationskurs haben.
01:33:18: Das betrifft insbesondere Menschen, die erstmals eine bestimmte Aufenthaltserlaubnis erhalten beispielsweise zum Familiennachzug zur Werbsätigkeit oder aus humanitären Gründen und bei denen von einem dauerhaften Aufenthalt in Deutschland auszugehen ist.
01:33:37: Zweitens... werden Menschen auch zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet, das heißt losgelöst davon dass sie einen Anspruch haben können gibt es eben auch die Möglichkeit Menschen zu verpflichten.
01:33:56: In dem Zusammenhang spielen insbesondere auch die Außenerbehörden eine wichtige Rolle.
01:34:01: Sie stellen beispielsweise bei der Arteilung bestimmter Aufenthaltszitel fest ob aufgrund fehlender Deutschkenntnisse eine gesetzliche Teilnahmeverpflichtung besteht.
01:34:12: Darüber hinaus können sie auch Menschen zur Teilnahme verpflichten, die in besonderer Weise integrationsbedürftig sind.
01:34:21: Die Verpflichtung ist jeweils ne Einzelfallprüfung und grundsätzlich kann man auch davon ausgehen dass nicht immer zwingend bei bloß fehlenden Deutschkenntnissen die Ausländerbehörde eine In dem Zusammenhang nochmal ein hargänzender Blick in die Integrationsgrußverordnung.
01:34:45: Auch bei der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis als asylberechtigter, anerkannter Flüchtling oder subsidiärschutzberechtiger bestehen unter bestimmten Voraussetzungen Möglichkeiten die Menschen zur Teilnahme einem Integrationsgrund zu verpflichten.
01:35:05: auch Jobcenter können neben den Ausländerbehörden Menschen verpflichten, wenn sie denn im Leistungsbezug sind.
01:35:14: Für bestimmte Beziehende von Leistungen nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz können wiederum die zuständigen Leistungsbehörden eine Verpflichtung aussprechen.
01:35:30: Dabei ist wichtig der Bloße Bezug von Sozialleistung führt nicht automatisch zu einer Teilnahmeverpflichtung.
01:35:37: Es müssen immer die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen und selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen, wenn etwa eine Teilnahme dauerhaft unmöglich oder unzumutbar ist.
01:35:50: Und schließlich drittens gibt es Menschen, die weder einen gesetzischen Teilnahmeanspruch haben noch verpflichtet sind, aber auf Antrag durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Rahmen verfügbarer Großplätze zugelassen werden können.
01:36:07: Anspruch und Verpflichtung können sich im Einzelfall überschneiden.
01:36:13: davon gesonder zu betrachten ist aber eben die freiwillige Zulassung zu den Integrationsgrosen.
01:36:21: damit komme ich auch gleich zu einer Klarstellung aus unserem Gespräch, dem Zugang ukrainischer Schutzberechtigter zur Integrationskosen.
01:36:30: Achmat Mansoh ging im Gespräch noch davon aus dass ukrainische Schutzberechigte keinen Zugang mehr zur Integrationskose haben.
01:36:40: es gab tatsächlich auch einen vorübergehenden Zulassungsstopp für bestimmte Personengruppen die für die freiwillige Teilnahme an Eine Zulassung durch das Bundesamt benötigten.
01:36:54: Seit dem ersten August XXVI sind solche freiwilligen Zulassungen aber wieder möglich und ukrainische Schutzberechtigte, mit einer Aufenthaltserlaubnis nach §IVII des Aufentheitsgesetzes gehören ausdrücklich zu den dabei berücksichtigten Personengruppen.
01:37:11: ein genereller Ausschluss vom Integrationsangebot besteht also für diese Personengruppe grundsätzlich nicht.
01:37:20: Ein weiterer Punkt, den ich noch mal ein bisschen konkretisieren möchte sind die Fehlzeiten in Integrationsgrößen.
01:37:28: Im Gespräch fiel die Aussage dass Teilnehmer bis zu dreißig Prozent das Unterrichts fehlen dürfen.
01:37:35: Das ist so nicht ganz richtig!
01:37:37: Die Dreißig-Prozent-Grenze ist keine erlaubte Fehlzeitquote.
01:37:41: vielmehr wird bei einer Überschneidung dieser Grenze im Regelfall davon ausgegangen, dass das Kursziel nicht mehr erreicht werden kann.
01:37:51: Das bedeutet aber keineswegs, dass da runterliegende Fehlzeiten ohne weiteres zulässig wären.
01:37:57: Bereits bei mehr als fünfzehn Prozent Fehlzeit innerhalb eines Kursabschnitts müssen die Kosträger die Stellen informieren, die eine Teilnahmeverpflichtung ausgesprochen haben.
01:38:10: Unentschuldigtes Fehlen kann zudem Konsequenzen haben beispielsweise die Abmeldung vom Kurs oder bei verpflichteten Teilnehmenden weitere Aufenthalts- beziehungsweise leistungsrechtliche Folgen.
01:38:25: Auch bei der Finanzierung gibt es klare Vorgaben, unentschuldigte Fehlzeiten wären grundsätzlich gegenüber der Lehrkraft nicht vergütet.
01:38:35: Für bestimmte entschuldigten Fehlzeiten beispielsweise bei Krankheit oder aus Familiengründen sieht ja Fehlzeugenkatalog des Bundesamtes aber auch teilweise Ausnahmen vor!
01:38:52: Dann noch ein Wort zu den Erfolgsquoten und schließlich auch zur Weiterentwicklung des Integrationskurssystems.
01:39:00: Das sprachliche Ziel der allgemeinen Integrationskurse ist das Niveau B-I des gemeinsamen europäischen Referenzraums für Sprache, und nach der Integrations-Kurs-Geschäftstatistik für das Jahr Wiederum, fifty-fünfzig Prozent erreichten dabei das Sprachniveau
01:39:26: B.I.,
01:39:27: und immerhin weitere gut zweiunddreißig Prozent des Niveaux A.II.
01:39:35: Wer sich für die Statistiken und die Erfolgsquoten interessiert?
01:39:41: Die Integrationskurs Geschäftsstatistik ist öffentlich zugänglich indem man sie einfach googelt und eingibt Integrationskurse Geschäfts Statistik Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
01:39:56: Und dann findet ihr sie sehr schnell, ich stelle euch die letzte aber auch gerne noch mal in die Schronutz
01:40:02: ein.".
01:40:05: Ahmad Mansour hat im Gespräch insbesondere die Wirksamkeit der Alphabetisierungskose und die Qualität der Orientierungskose kritisch angesprochen.
01:40:16: Hierzu kann ich vielleicht sagen dass die Bundesregierung zusammen mit Expertinnen und Experten Ja, die Kurse weiterentwickelt und unter anderem wird dabei auch daran gearbeitet.
01:40:32: Die Alphabetisierungskurse, die Zweitschrift Lernenden und die geringliteralisierten Kurse künftig auf zwei Kursarten zusammenzuführen und innerhalb dieser Zusammenführung dann noch mal zu vereinzelten Verbesserungen zukommen.
01:40:54: Jedenfalls so das Ziel.
01:40:57: Die konkrete Konzeption hierfür ist allerdings noch nicht abgeschlossen, soweit es um die Qualität und die inhaltliche Ausgestaltung der Orientierungskurse geht.
01:41:09: So bleibt auch zu sagen dass hier auch eine Weiterentwicklung erfolgen wird und dass hier ein Stück weit angedacht ist die Wertevermittlung früher anzusetzen im Integrationskurs.
01:41:25: Aber auch hier ist noch fraglich, wie das Ganze praktisch und konkret ausgestaltet wird.
01:41:34: Vielleicht an der Stelle auch – wir haben nicht nur die Wertevermittlung in den Integrationskursen sondern wir haben beispielsweise auch die sogenannten Erstorientierungskurse, die wir Menschen anbieten, die noch im laufenden Asylverfahren sind.
01:41:55: Auch dort findet schon in einem ersten Schritt Wertevermittlung statt.
01:42:00: Die Frage, die Herr Mansour meines Erachtens nachzurechtgestellt hat ist wie wird diese Wertevermittlung tatsächlich vermittelt?
01:42:17: Jedenfalls wird in diesem Zusammenhang auch eine siebte Änderung der Integrationskursverordnung vorbereitet.
01:42:26: Das Integrationskurssystem wird also, wie man schon an der Zahl sieht nämlich die siemte Änderung der Integrations-Kursverordnung fortlaufend überprüft und weiterentwickelt.
01:42:42: Im Hintergrund läuft auch gerade eine Evaluation zu den Integrationskusen wo mutmaßlich erste Ergebnisse zu erwarten sind.
01:42:59: Wer sich für die Zahlen oder weitere Informationen zu dem Thema Integrationskurse interessiert, dort stelle ich in die Schonots noch mal für euch ein paar links zum Nachlesen zusammen.
01:43:20: Natürlich findet ihr auch im Übrigen in den Schonots weiterführende Informationen und Quellen.
01:43:27: Ich verlinke euch natürlich auch dort, das Buch von Ahmad Mansoul Klartext zur Integration aus dem ich auch während unseres Gesprächs zitiert habe.
01:43:46: Wenn ihr noch weitere Informationen und ergänzende Hinweise habt oder vielleicht auch noch Klarstellung zu einzelnen Aussagen habt dann meldet euch gerne bei mir oder hinterlasst einfach einen Kommentar.
01:43:59: Eure Rückmeldung und ausdrücklich auch über fachliche Ergänzungen unterschiedliche Perspektiven.
01:44:04: Und auch einen konstruktiven Austausch, denn genau hierherum geht es bei Verwaltung Wirk miteinander ins Gespräch zu kommen Erfahrung zu teilen und voneinander zu lernen.
01:44:18: Damit danke ich euch jetzt aber wirklich ganz herzlich fürs Zuhören!
01:44:23: Ich sage bis zur nächsten Folge machts gut Gut gehen.
01:44:30: Bis bald!
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